Die US-Computer-Industrie arbeitet mit Hochdruck an Geräten, die nicht nur auf Grund von Ziffereingaben im Rahmen komplizierter mathematischer Programme arbeiten, sondern sich durch Worte programmieren lassen. Es werden Maschinen entwickelt, so berichtete kürzlich die International Herald Tribüne, die auf menschliche Sprache reagieren. Das Massachusetts Institute of Technology beispielsweise arbeitet daran und sieht die Lösung des Sprachproblems bereits "am Horizont". Experten glauben, daß dann beinahe jedermann mit seinen eigenen Worten dem Computer Arbeitsanweisungen geben kann. Damit könnten die teuren und knappen Programmierer eingespart werden.

Diese vereinfachte Bedienung der elektronischen Rechner würde vor allem solchen Unternehmen nützen, die an vielen Orten kleine Computer einsetzen, dafür heute aber nicht genügend technisch versierte Mitarbeiter finden. Vor allem solche Firmen sind daran interessiert, die ohnehin schon immenses Material im Computer gespeichert haben. Dazu gehören Versicherungen aber auch Branchen, die viel mit verbalen statt mathematischen Problemlösungen arbeiten, wie die chemische Industrie oder die Kostenrechnung. Aber auch im Büro – etwa bei Schreibmaschinen – oder im Haushalt können nach Ansicht von Xerox in absehbarer Zeit Geräte eingesetzt werden, die auf Worte und Symbole reagieren, die so simpel sind, daß selbst Kinder sie anwenden können.

Adam, der sprechende Computer der kleinen Firma Logical Machine, hat schon das "Hören" gelernt. Wird er vom Operator mit den Worten "Guten Morgen, Adam" begrüßt, so antwortet er: "Guten Morgen, ich bin bereit. Was soll ich tun?" Er versteht auch bereits einige andere, einfache Worte wie "Beginne" oder "Subtrahiere" und "Wiederhole", Ziel der Elektroniker ist es, Computer für die Lösung aller verbalen Probleme funktionsfähig zu machen. Die Schwierigkeit besteht jedoch darin, eine Maschine zu entwickeln, die Gedankenprozesse nachvollziehen kann.