Friedrich Karl Flick hat’s – allen Unkenrufen zum Trotz – geschafft: Sein angestrebter Einfluß auf den Gerling-Konzern ist gesichert. Noch bevor die Frist abgelaufen war, hatten so viele Gerling-Anteilseigner sein Kaufangebot akzeptiert, daß er nun die Industrie-Holding kontrolliert, der Hans Gerling in seinen Herstatt-Nöten 1974 ein gutes Viertel seiner Anteile an dem Industrieversicherungskonzern verkauft hatte.

Rechnet man noch die Anteile mit ein, die die Zürich- Versicherungsgruppe an Gerling hatte (ebenfalls gut ein Viertel), und die zur Hälfte direkt an Flick gehen und zur anderen Hälfte in die Holding eingebracht werden, so betrug die Flick-Mehrheit an der erweiterten Holding am Dienstagabend 56 Prozent. Geschätzter Aufwand für die Transaktion: gut hundert Millionen Mark.

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In den wenigen Monaten seit seinem Eintritt in den Vorstand der Dresdner Bank hat Hans Friderichs, als designierter Sprecher der Bank Nachfolger von Jürgen Ponto, auch über Unterschiede gegenüber seiner Tätigkeit als Bundeswirtschaftsminister nachgedacht. Zwei gravierende Unterschiede sind ihm besonders aufgefallen. Die Arbeit eines Vorstandsmitglieds lasse sich viel genauer planen als die eines Kabinettsmitglieds – das ist das eine. Das andere: Vorstandsmitglieder nehmen sich immer erst die Sache vor und fragen erst dann, wie sie sich verkaufen läßt. Kabinettsmitglieder kehren diese Reihenfolge um.

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Daß sie auch in diesem Jahr wieder erhöht werden, die Autopreise, ist mittlerweile keine Frage mehr. Nur wann und um wieviel, das ist noch ungewiß.

Daimler -Chef Joachim Zahn sprach (in der ZEIT Nr. 15) davon, daß sich "die Frage der Anpassung unausweichlich" stelle. Bei Ford will man "unter fünf Prozent" bleiben, aber noch die Entwicklung der Preise für die Zulieferteile abwarten. Auch bei Opel soll vorher, nichts geschehen. Doch sagt Vorstandsmitglied Ekkehard Rohde: "Daß derKostendruck nicht ohne Wirkung (auf die Autopreise) bleiben kann, muß wohl nicht betont werden." Allein bei BMW ist die Preiserhöhung augenblicklich noch "nicht im Gespräch". Auch von VW, wo die Tarifauseinandersetzung noch läuft, ist konkreter noch nichts zu erfahren.