• Max Grundig hat 1968 die Triumph-Adler-Gruppe an den US-Konzern Litton verkauft. Jetzt beteiligt sich die Nürnberger Diehl-Gruppe mit zunächst 12,5, bald über 25 Prozent, Ist dies eine neue entscheidende Wende?

Weers: Generell muß ich bestätigen. Doch wird Triumph-Adler durch das Diehl-Engagement nicht deutscher, als die Firma schon vorher war. Natürlich wird diese Transaktion auch vom Management sehr begrüßt, weil sich hier ein profiliertes deutsches Unternehmen eingekauft hat, mit dem schon seit Jahren freundschaftliche Beziehungen bestehen.

  • Was bedeutet das für Ihre Stellung am Wettbewerb?

Weers: Mit den Diehl-Produkten kann das Verkaufsprogramm von Triumph-Adler sinnvoll abgerundet werden, vor allem in Richtung programmierbare Tischcomputer. Wir verbessern unsere Stellung in den Absatzbereichen Technik und Wissenschaft, Medizin, auch mit den dazugehörigen peripheren Geräten. Beide Firmen stärken dadurch ihre Wettbewerbsposition, vor allem auf dem US-Markt, wo Triumph-Adler schon heute mit der Royal-Organisation über ein kräftiges Bein verfügt. Nun haben dort auch die Diehlprodukte Chancen, besser anzukommen. Auch das Entwicklungspotential von Triumph-Adler profitiert durch diese Kooperation.

  • Spielt dabei nicht auch eine wesentliche Rolle, daß Ihnen nun wohl mehr Mittel aus dem Bonner Fördertopf für Elektronische Datenverarbeitung zufließen – also doch deutscher durch Diehl?

Weers: Dieser Gesichtspunkt war für den Schritt keineswegs entscheidend. Wir erwarten, daß Triumph-Adler wie schon bisher – wenn auch in bescheidenem Rahmen – bei dem Förderprogramm zum Zuge kommt. Der Dienl-Beteiligung wird hier aber keine ausschlaggebende Bedeutung beigemessen.

  • Hat sich der 98prozentige Anteil der Amerikaner bisher nicht als gewisses Handikap ausgewirkt?