Angesichts des Dollarverfalls im Vergleich zur Deutschen Mark wagte das Institut der deutschen Wirtschaft, das der Industrie nahesteht, einen Blick in die nahe Zukunft. Danach sieht es finster aus. Das Wachstum deutscher Ausfuhren in die USA, so das Institut, werde sich stark abschwächen, die Ausfuhren aus den USA spürbar zunehmen. Von 1970 bis 1977, so errechnete das Kölner Institut, habe die Deutsche Mark gegenüber dem Dollar nominal um 57 Prozent an Wert gewonnen. Da aber die Inflationsrate in den USA stärker angestiegen sei als in Deutschland, sei der Wert der Mark real um 47 Prozent gestiegen. Bei den Direktinvestitionen gab es bereits eine Trendumkehr: Deutsche Investitionen in den USA seien seit 1974 steil angestiegen, US-Engagements in Deutschland stark rückläufig – zugunsten von Direktlieferungen.

Bundeswirtschaftsministerium und Bundesbank haben soeben eine Statistik der deutschen Direktinvestitionen im Ausland veröffentlicht. Letztes Jahr betrug danach der wertmäßige Zugang an Engagements 5,09 Milliarden Mark. Die bevorzugten Länder: USA mit 1,34 Milliarden, Brasilien mit 588 Millionen und Belgien/Luxemburg mit 478 Millionen Mark. Der Zugang bei Investitionen von Ausländern in Deutschland betrug 3,73 Milliarden Mark. Allen voran die USA mit 1,16 Milliarden, die Schweiz mit 701 Millionen und Holland mit 468 Millionen Mark.

Die Volksrepublik China und die Sowjetunion haben soeben ein Handels- und Zahlungsabkommen für 1978 unterzeichnet. Einzelheiten freilich wurden nicht bekannt. Aber der Rahmen dürfte sich nicht wesentlich erweitert haben. Das Handels- und Zahlungsabkommen des vergangenen Jahres hatte einen Umfang von 200 Millionen Rubel (rund 600 Millionen Mark).

Ein Hauch von Hoffnung für New York? Die lokale Zeitung New York Times hat in einer Erhebung die Trendwende bei der Zahl der Beschäftigten der Gigantenstadt ermittelt. Seit Oktober zeichnet sich danach ein leichter Aufwärtstrend ab. Damit könnte der seit 1961 andauernde Ausblutungsprozeß gestoppt sein. Wirtschaftsexperten freilich bremsen den auskeimenden Optimismus: Der positive Trend in New York beruhe lediglich auf dem allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Arbeitslosenquote in den USA sei von Februar bis März von 6,9 auf 6,6 Prozent gesunken. Die entsprechende Quote für New York lag bei 9,8 beziehungsweise 8,9 Prozent.

Statt von Importbeschränkungen ist in Japan nun einmal von Exportbeschränkungen die Rede. Nach einem Plan des Ministeriums für Außenhandel und Industrie soll die Ausfuhr von Autos, Schiffen, Fernsehgeräten und Stahl gedrosselt werden. Bei anderen Produkten soll ein Appell an die Unternehmer genügen. Die Japaner möchten damit der Kritik des Auslandes begegnen und den Überschuß in der Handelsbilanz abbauen.