Vor ein paar Tagen kam ein Brief von der Deutschen Bank. Höflich zwar, aber doch auch unmißverständlich wurde der verehrte Kunde aufgefordert, doch einmal am Schalter vorausprechen oder aber, sich am Telefon zu melden.

Nun weiß man ja, daß eine deutsche Bank, die Deutsche zumal, zu den geachtetsten Institutionen des menschlichen Zusammenlebens zählt. Und eine Institution ignoriert man nicht, sowenig wie in Amt. Das schlechte Gefühl, "was habe ich nur mit meinem Konto gemacht", ist sofort da. Der Vorladung wird eilends Folge geleistet.

Am Schalter ein mißmutiger Mensch, ganz wie in Amt. Es gebe die Möglichkeit, einen weiteren parvertrag abzuschließen, räumt er schließlich gönnerhaft ein. Die Prämien, Sie wissen ja. Auf die Frage, ob sich dieser Vorschlag nicht gleich im Briefe habe machen lassen, sagt er mitleidig belehend: Derlei Briefe würden ja doch immer gleich dem Papierkorb anvertraut. Die Aufforderung, bald einmal hereinzuschauen, sei wirkungsvoller.

Recht hat er. Nur die Wirkung ist eine ganz ndere. Der Kunde, den man absichtsvoll im dunkeln läßt, weil er nur so zu locken ist, fühlt ich auf den Arm genommen. Wer fällt schon gern Auf Tricks herein? rf