Der Vorstand der Thyssen-Gruppe wagt für das Geschäftsjahr 1977/78 noch keine Dividendenprognose.

Im neuen Geschäftsjahr ist im Stahlbereich bis einschließlich März mit roten Zahlen gearbeitet worden. Möglicherweise – so wurde auf der Hauptversammlung erklärt – wird dies jetzt anders werden. Aber die bisher beim Stahl eingetretenen Verluste belasten das Jahresergebnis erheblich. Dennoch dürfte ein totaler Dividendenausfall nicht zu befürchten sein. Für 1976/77-(30. 9.) erhalten die Aktionäre eine Dividende von 5,50 (7) Mark – dazu noch eine Steuergutschrift von 3,09 Mark.

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Die Hamburger Sparkasse von 1827 hat keine Sorgen mit ihrem Eigenkapital.

Das Institut steuerte auch 1977 sein Geschäft wieder so, daß die Expansion mit einem entsprechenden Wachstum der Eigenkapitalbasis untermauert werden konnte. Daß darüber hinaus auch noch viel für die innere Stärkung getan werden konnte, spricht für das Rentabilitätsbewußtsein des Vorstandes. Bei einem Bilanzsummenwachstum um 8,5 Prozent auf 13,3 Milliarden Mark ist der Jahresüberschuß so fixiert worden, daß das Eigenkapital weiterhin 4,5 Prozent der Bilanzsumme und 5 Prozent der Verbindlichkeiten ausmacht. Ein zusätzlicher (steuermindernder) Aufwand ergab sich aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen von 9 Millionen. Sie wurden auf die flexible Altersgrenze umgestellt. Bemerkenswert ist ferner, daß die Haspa in der Bilanzierung ihrer Wertpapierbestände von 1,71 Milliarden Mark zum Niederstwertprinzip zurückgekehrt ist. Das wurde einmal durch den Anstieg der Rentenkurse erleichtert, zum anderen aber durch den Verkauf langlaufender Sechsprozenter unter Realisierung von Verlusten erreicht.

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Die European Asian Bank AG, Hamburg, nutzte die Chancen in Südostasien.