Die Bayern suchen einen neuen Partner für das Rennwagen-Geschäft

Für Fans und normale Menschen kam die Meldung überraschend. BMW ließ verkünden: Die Zusammenarbeit mit Lamborghini ist beendet.

Die einen waren überrascht, weil sie gar nicht wußten, daß da etwas war zwischen den Bayern und den Italienern. Die anderen sahen Träume jäh geplatzt, die ihnen gekommen waren, als sich BMW-Glanz und Lamborghini-Glamour verbanden.

Ist M1 nun tot? Aber nein. Gerade um M1 zu retten, war die Scheidung vonnöten. M1 kam nämlich nicht. Soviel für die Fans.

Zurück zu nüchternerer Ausdrucksweise: Die BMW-Leute hatten und haben vor, einen Rennwagen, den Ml. eben,, bauen zu lassen, den sie selbst entworfen hatten. Der soll sich in den Läufen um die Markenweltmeisterschaft tummeln. Und, wenn’s geht, dem Porsche turbo an den Kragen. Später dann wird er, leicht entkräftet, als Sportwagen auch auf der Straße zu sehen sein. Das Sechszylinder-Triebwerk wird dann "nur" noch 250 PS abgeben; ins Rennen gegen Porsche wird er mit 470 PS geschickt, oder gar mit 815 PS, wenn ein Turbolader dranhängt.

Damit es aber in der nächsten Saison überhaupt etwas zu rennen gibt, müssen nach den sogenannten Homologationsvorschriften erstmal Autos da sein, und zwar gleich 400 identische.

Da hat es natürlich die Herren bei BMW geschockt, daß die nicht kamen, wie mit Lamborghini vereinbart. Die Pläne gerieten durcheinander. Und was tut man, wenn’s nach Plan laufen soll? Man sucht sich für das, was man schon nicht selber machen kann oder will, einen deutschen Partner.