Die Tricks mit den Tickets

Nicht nur über dem Nordatlantik ist das Preiskorsett der Fluggesellschaften zusammengebrochen; auch auf anderen Wolkenstraßen rund um den Globus bemühen sich die Linien, ihre Maschinen mit Hilfe von Ausverkaufsofferten zu füllen. Ein Bonner Globetrotter lichtete den Tarifdschungel: Er vertreibt für ein paar Mark photokopierte Listen über die Billigflüge von Deutschland in alle Regionen der Welt.

Udo Schwark, Beamter im Bundestag und erfahrener Weltenbummler, hat sich die Mühe gemacht, für nahezu jedes Land der Erde die günstigsten Flugverbindungen herauszusuchen. Von Acapulco bis Zaire, von Antigua bis Zürich reicht seine Dokumentation über die verschiedenen Angebote im Dumping-Jet-Set, gegliedert für Nah- und Mittelost, Indien, Fernost, Australien/Neuseeland/Südsee, Afrika, Nordamerika, Mittelamerika/Karibik und Südamerika. Jede der genannten Aufstellungen kostet drei Mark. Der Bestellung sollte ein adressierter Rückporto-Umschlag beiliegen, Schwark wohnt in: Rheinstraße 29, 5300 Bonn-Bad Godesberg.

Luftlinie muß zahlen

Trotz Buchung und bezahlten Tickets war einem Fluggast sein Platz in der Linienmaschine nach Dubrovnik verweigert worden. Er charterte in München einen Privatjet, die Kosten muß die jugoslawische Luftlinie tragen, entschied jetzt das Münchner Oberlandesgericht (7 U [OLG.] 3574/75). Dessen Begründung: Der Kläger hätte geschäftliche Nachteile gehabt, wenn er nicht pünktlich in Dubrovnik eingetroffen wäre.