Mühelos zahlt die-Allianz Versicherungs AG für 1977 wieder 20 Prozent Bardividende.

Mit-einem technischen Überschuß von 117 (nach 94) Millionen Mark steht Spitzenreiter Allianz besser da als die Konkurrenz, wie Vorstandsvorsitzender Wolfgang Schieren selbstbewußt hervorhob. Zwar gingen die Erträge aus den Kapitalanlagen zurück, doch liegt dies allein an den geringeren Veräußerungsgewinnen. Die Durchschnittsrendite der Vermögensanlagen ist fast unverändert. Andererseits nahm man den Dollarverfall zum Anlaß, die Bilanzansätze der ausländischen Töchter großzügig zu korrigieren. Nur deshalb ist der Jahresüberschuß auf 131 (159) Millionen Mark gesunken. Für 1978 scheinen wieder 20 Prozent Dividende so gut wie sicher.

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Erstmals seit 23 Jahren läßt der Augsburger Textü-Konzern Dierig die Dividende ausfallen.

Über die H&ie des effektiven Verlustes im Jahr 1977 schweigt man sich aus „Konkurrenzgründen“ zwar : aus, vermutlich aber erreicht er einen zweistelligen Millionenbetrag. Dazu beigetragen haben auch Sonderabschreibungen der Baumwollbestände nach dem Einbruch des Weltmarktpreises. Der Gruppenumsatz ging um sechs Prozent auf 416 Millionen Mark zurück. Verluste hatte die Dierig Holding AG auch schon in früheren Jahren verkraften müssen. Aber Dividende war dennoch immer aus außerordentlichen Erträgen gezahlt worden, so vor zwei Jahren sechs Prozent. 1976 war ein Gewinn erzielt und die Ausschüttung auf sieben Prozent angehoben worden.

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Auch den Aktionären der Hamburger Elbschloß-Brauerei hat die „Stunde der Wahrheit“ geschlagen.