Ein Opfer der Körperschaftsteuerreform wurde der Vorstand der Mannesmann AG. Weil die Bardividende 1977 mit 5,50 Mark niedriger ausfällt als die Vorjahresdividende von sieben Mark und die Vorstandsbezüge dividendenabhängig sind, kassieren Vorstandsvorsitzender Egon Overbeck und seine Kollegen weniger Geld: Insgesamt gibt es für den Vorstand nur noch 3,44 nach 4,16 Millionen Mark;

Allerdings mußten sich 1976 sechs Vorstandsmitglieder den Gesamtbetrag teilen, 1977 waren es rechnerisch nur 5,25. Im Durchschnitt gibt das 654 000 Mark, im Jahr davor waren es noch 694 000 Mark.

Die Aktionäre kassieren hingegen wegen der Steuergutschrift mehr – sie bekommen 8,59 statt sieben Mark je Aktie. Und auch die Normalverdiener des Konzerns gehen nicht leer aus. Im Durchschnitt bekamen sie 33 508 statt 31 222 Mark Lohn beziehungsweise Gehalt.

*

In Zürichs Nobelabsteige „Dolder Grand Hotel“ wurde Karlheinz Portugall, Vorstandsmitglied der Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen (VEW), deutlich. „Wir hoffen sehr“, so kommentierte er die Benachteiligung der Ausländer durch die Körperschaftsteuerreform, „daß unsere Bundesregierung den in dieser Frage inzwischen etwas abgenutzten Verstand zurückgewinnt.“ Man habe einige Hoffnung, daß „das Prinzip der Zellenerneuerung“ wirke; denn die Entwicklung der deutschen Wirtschaft, wie sie bislang stattgefunden habe, gehe nicht ohne die Mitwirkung des Auslandskapitals.

*

Auch für Insider ist es fraglich, ob bis zur nächsten Gesellschaftsversammlung der