Nachträgliche Aufmerksamkeiten

Die Sowjets arbeiten nach. Drei Wochen, nach dem Besuch Leonid Breschnjews in der Bundeshauptstadt ist im Rheinischen Landesmuseum in Bonn eine hochkarätige Ausstellung mit 40 Bildern deutscher und russischer Maler aus dem Moskauer Puschkin-Museum, der Tretjakow-Galerie, der Leningrader Eremitage und dem Russischen Museum eröffnet worden. Die meisten Bilder – bei den deutschen Werken unter anderem Gemälde von Cranach, C. D. Friedrich und Menzel – waren seit ihrem Ankauf noch nie außerhalb der Sowjetunion gezeigt worden. Bereits zu seinem Besuch selbst hatte der sowjetische Staats- und Parteichef berühmte Gesangs- und Instrumentalsolisten des Moskauer Bolschoi-Theaters mitgebracht, die im Bonner Stadttheater vor ausverkauftem Haus auftraten.

Deutscher Jubel

Der herzliche Empfang der englischen Königin in der Bundesrepublik hat die britischen Zeitungen erstaunt und amüsiert. In ihrem letzten Bericht mokierte sich die Londoner Times über die häufige Verwendung des Wortes „Queen“: „Das deutsche Wort ‚Königin‘ gilt irgendwie nicht als fein genug.“ Doch den Vogel schoß nach Meinung der Times wieder einmal Bild, ab: Zum Teufel mit den deutschen Ahnen Elizabeths II.: „Für Bild war sie unsere Queen.“

Journalisten-Stipendium für Amerika

Zum erstenmal seit drei Jahren vergibt das World Press Institut in St. Paul, Minnesota, wieder ein Stipendium an einen deutschen Journalisten. Das Programm dauert acht Monate und enthält mehrere Reisen durch Amerika. Die Reisekosten und ein Taschengeld werden vom Institut getragen. Als Bewerber für das Programm 79/80 kommen Journalistinnen und Journalisten mit einiger Berufserfahrung in Frage, die nicht älter als 35 Jahre sind. Auskünfte über das Programm erteilt Wulf Schwarzwäller, Rotebühlplatz 1, 7000 Stuttgart 1.

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