Sind Sie der Neue?“ fragte der Chefarzt den hageren Mann am Eingang der Klinik.

„Nein, ich bin der Alte“, sagte der Mann.

„Name?“ – „Adolf Jäger.“ – „Tätigkeit?“ – „Fußball-Nationalspieler der zwanziger Jahre.“ – „Starben Sie nicht anno, was weiß ich, ziemlich unbegütert?“ – „Ganz recht.“ – „Sie wollen?“ – „Erfahren, wie es heute ist.“ – „Kommen Sie mit.“

Der Chefarzt, Psychologie-Professor und Spezialist für die Betreuung von fußballgestreßten Weltmeisterschafts-Teilnehmern, schritt voran. Daß sein Besucher auf erstaunliche Weise zwischen den Zeiten wandelte, verwunderte ihn nicht. Für das Phänomen der Auferstehung hatte er keinen Blick. Seine konzentrierte Aufmerksamkeit galt dem Fußball-Finale in Buenos Aires.

„Übrigens“, sagte er, „ich bin Professor Sowieso, und was Sie hier sehen, sind die Folgen der Erkenntnis, daß in der Vorbereitungsphase der vergangenen Weltmeisterschaften manches falsch gemacht worden ist.“

„Aha“, sagte der Hagere und strich sich ratlos über sein eckiges Kinn.

Sie gingen über blitzblank gescheuerte Gänge, und jedesmal, wenn sich vor ihnen, wie von Geisterhand gelenkt, eine Tür öffnete, zuckte der Hagere zusammen.