Beachtlich

„Die Duellisten“ von Ridley Scott, der sein 1977 in Cannes ausgezeichnetes Spielfilmdebüt nach Joseph Conrads Kurzgeschichte „The Duel“ inszenierte: die Geschichte zweier auf den Tod verfeindeter Husaren-Offiziere in Napoleons Armee. Den einen treibt Haß, den anderen der Ehrenkodex der Husaren, und so stehen sie sich immer wieder mit blanker Waffe gegenüber, ohne daß der Betrachter plausible Motivationen für die Marathon-Fehde zu erkennen vermag. Die beiden amerikanischen Schauspieler Keith Carradine und Harvey Keitel, die man eher in Filmen ihrer Entdecker Robert Altman und Martin Scorsese vermutet, schlagen sich wacker durch das ungewohnte europäische Kostüm-Milieu, das der englische Regisseur Scott mit viel Action und einigen sehr deutlichen Anleihen bei Kubricks „Barry Lyndon“ gestaltet. Hans C. Blumenberg

Empfehlenswerte Filme

„halbe-halbe“ von Uwe Brandner. „Mord an einem chinesischen Buchmacher“ von John Cassavetes. „Eine Reise ins Licht“ von Rainer Werner Fassbinder. „Die Spitzenklöpplerin“ von Claude Goretta. Mad Dog“ von Philippe Mora. „Die Indianer sind noch fern“ von Patricia Moraz. „Why shoot the teacher?“ von Silvio Narizzano.