Wir sehen die uns bekannten Mathematikbücher nicht als geeignet an, um selbständig versäumten oder nicht verstandenen Unterrichtsstoff zu wiederholen. Die Definitionen in diesen Büchern mögen zwar mathematisch einwandfrei sein, aber verständlich für den Schüler sind sie nicht. Will man in solch einem Fall ein anderes Buch zu Rate ziehen, muß man feststellen, daß die Verantwortlichen einen ganz anderen Lösungsweg gewählt haben. Es bleibt dem durchschnittlich begabten Schüler nur übrig, nun erst recht verwirrt, entweder zu kapitulieren oder sich nach einem geeigneten Nachhilfelehrer umzusehen. Selbst den mit Lösungsheft bewaffneten Lehrern spielt der Druckfehlerteufel des Verlages oft einen Streich. Außerdem sollte es dem Herausgeber möglich sein, über reine Aufgabenstellung hinweg auch einige Erläuterungen anzubieten. Ulrike Müller, 15 Jahre,

Heike Niemilz, 16 Jahre

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Unsere Mathematik- und Physikbücher stellen größtenteils Anforderungen an uns, die wir nicht erfüllen können. Das Sprachniveau ist so hoch, daß die Texte und Aufgaben meist nur mit Hilfe des Lehrers verständlich gemacht werden können. Deshalb ist eine eigenständige Erarbeitung nicht möglich, was sich besonders bei längeren Fehlzeiten für den einzelnen Schüler negativ bemerkbar macht. Leider werden die Bücher auf Grundlagen aufgebaut, die bei vielen Schülern nicht vorhanden sind. Die Themenfelder dieser Bücher sind zu breit gestreut, so daß eine intensive Einzelerarbeitung nicht erfolgen kann. Zudem laufen die Themengebiete an den Berufserwartungen der meisten Realschüler vorbei. Aus diesen Gründen werden die Bücher im Unterricht kaum benutzt, und wir können den Schulbuchautoren nur empfehlen, sich endlich mit diesen Tatsachen auseinanderzusetzen.

Klasse 10 a Realschule Bad Iburg

In Mathematik- als auch in Physikbüchern sind die jeweiligen Aufgaben sehr gut erklärt und durch einen gut verständlichen Text und durch Zeichnungen, die noch den letzten Rest von Unverständnis aus dem Weg räumen, sehr leicht zu verstehen. Der einzige Nachteil an diesen Büchern ist, daß der jeweilige Stoff auf dem des Vorjahres aufbaut und man somit gezwungen ist, alte Bücher aufzuheben. Uwe Juli, 16 Jahre

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