Feuilleton

Kunstkalender

„Keine Perlenkette von Meisterwerken", sondern einen authentischen Überblick über die Entwicklung der Berliner Skulptur von Schadow bis heute wollte Helmut Börsch Supan an historischem Ort, im Charlottenburger Schloß, zusammenstellen.

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DIE ZEIT

Der Meister soll nicht sterben

Es mußte ja so kommen. Noch zu Lebzeiten Mao Tse-tungs, beim Empfang für Bundeskanzler Helmut Schmidt, hatte der vorwitzige Vizepremier Teng Hsiao-ping ein Wort des Konfuzius zitiert.

Kein Zwerg mehr

Für die Bundesrepublik bahnt sich unerwartet eine neue und in ihrer Tragweite noch nicht übersehbare Herausforderung an: Afrika.

Die Lauen wurden ausgespien

Ist der Rücktritt des Bundesinnenministers Werner Maihofer die notwendige und richtige Antwort auf die schwere Wahlniederlage der FDP in Hamburg und Niedersachsen? Die zeitliche Nähe legt diese Vermutung nahe, obwohl in der Rücktrittsbegründung des Ministers nur von Fahndungspannen und nicht von den Wahlen die Rede war.

Gefährliche Fragen

Wer gegen die Gesetze ist, soll mit „Ja“ stimmen, wer dafür ist, mit „Nein“.................................................

Der helle Schein eines Nordlichts

Es kam am Ende anders, als es Ernst Albrecht sich gedacht hatte. Eigentlich hatte er bei der niedersächsischen Landtagswahl, in der sich zum erstenmal ein CDU-Ministerpräsident dem Volksentscheid stellte, wohl gewinnen, doch nicht siegen wollen.

Wohlgeratener Sohn als Landesvater

In punkto Schnelligkeit kann es der vielseitige Sportler Hans-Ulrich Klose mit vielen aufnehmen. Der schlanke Vierziger drückt aufs Tempo, ob beim Fußball, Tennis oder auf dem Tanzparkett.

Zeitspiegel

Albanien, lange Jahre Pekings einziger ideologischer Weggenosse in Europa, hat eine neue Stufe im verbalen Kampf gegen den einstigen Verbündeten erklommen.

Ein Scherbengericht

Den Blick geradeaus, fest auf einen imaginären Punkt am Ende jenes Flures im Bundeshaus geheftet, wo sich der Fraktionssaal der Freien Demokraten befindet, schritt Werner Maihofer durch ein Spalier von Schlachtenbummlern, so lang, wie es der FDP seit Jahren nicht mehr zuteil geworden ist.

Drei Fehler der Liberalen

Die FDP kann Wahlen gewinnen und sie doch verlieren. Ein Beispiel war die Bundestagswahl von 1961 (12,8 Prozent), wo die Partei eine Koalition mit der CDU, aber ohne Konrad Adenauer, anstrebte, dann jedoch „umfiel“.

Kabuls neue Klasse

Als erste westliche Zeitung erhielt DIE ZEIT ein Interview mit Ministerpräsident Noor Mohammad Taraki

Unqualifizierte Urteilsschelte

Der Journalist Matthias Walden hatte am Tage des Staatsaktes für den ermordeten Gerichtspräsidenten von Drenkmann in einem Fernsehkommentar auf Grund von drei Zitaten Heinrich Bölls gesagt, dieser habe „den Boden der Gewalt durch den Ungeist der Sympathie mit den Gewalttätern gedüngt“.

Wolf gang Ebert: Abgehört? Unerhört!

Also – das hatte ich nun wirklich nicht von den Russen gedacht – zapfen einfach die US-Botschaft in Moskau an, hören sie ab und lassen sich auch noch im Tunnel erwischen.

Hinrichtungen vor Kriegsende?

In meinem Leben mußte ich drei Hinrichtungsprotokolle lesen; davon zwei schon in der Ausbildung als Referendar bei der Staatsanwaltschaft in Altona.

Verwirrung und Versäumnisse

Der künftige Bundesinnenminister wird quasi als Erbstück den Bericht Hermann Höcherls über die Pannen bei der Fahndung nach den Schleyer-Mördern vorfinden.

„Wanzen“ in Moskau

Bei einer Routinekontrolle, so das State Department, ist am Wochenende hinter einem Heizkörper im vierten Geschoß des Südflügels der Moskauer US-Botschaft von einem Handwerker ein Kabel entdeckt worden, das in einen Kaminschacht führte.

Ku in Bonn

Chinas Vizepremier Ku Mu ist zehn Tage lang als Warner vor sowjetischen Hegemoniegelüsten durch die Bundesrepublik gereist. Gleichwohl deckten sich die Auffassungen von Gast und Gastgebern nur am Rande.

„Sie feixende Meute“

„Ausreizen, aber nicht überreizen“, so lautet die Devise der Union für die Rentenpolitik. Nach harter Debatte im Bundestag und Verabschiedung gegen die Stimmen der Union wird das Rentenanpassungsgesetz beim Bundesrat landen, dort abgelehnt und an den Vermittlungsausschuß überwiesen werden.

Geheimdienst-Chef gefeuert

Der Chef des iranischen Geheimdienstes „Savak“, der 71jährige General Nematollah Nassiri,ist von Schah Reza Pahlevi überraschend entlassen worden.

Die Wege zur Gewalt

Kernfrage eines Problems: Wie ist der Terrorismus entstanden? Wie läßt er sich bekämpfen?

Sicherheits-Fußball

Sie fragen einen oft, ob man sich etwa nicht beschützt fühle, ob man „Sicherheit“ vermisse, ob man denn etwa abends nicht ohne Angst auf die Straße gehen könne.

Umiveltschutz im kleinen: Riecht gern Wasserminze

Die Exkursion in den Schulgarten war kein Wahlkampf mit anderen Mitteln. Hannelore Schmidt sucht auch nicht etwa einen zerstreuenden Zeitvertreib, wenn das politische Geschäft ihres Mannes sie von Bonn oder Hamburg wegführt.

Distanzieren Sie sich!

Mit dem „Kaiser Wilhelm“ ist es in unserem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat so eine Sache geworden. Seinetwegen geraten immer öfter Demokratiegläubige und -ungläubige ins Stolpern.

Tagung zum Thema Sterbehilfe: Mehr Respekt vor dem Tod

„Der totale Einsatz von Technik und Apparaten in den Kliniken kann Humanität zur Unmenschlichkeit pervertieren.“ Dieses wurde von Ärzten, Juristen und Politikern während einer Fachtagung der Humanistischen Union zum Thema „Menschenwürdiges Sterben“ gesagt.

Unser Stadtteilschreiber

Hamburgs Kultursenator Dieter Biallas wird zurücktreten, weil seine Partei, die FDP, eine so verheerende Wahlschlappe erlitten hat, daß sie nicht einmal mehr in der Bürgerschaft, dem Hamburger Landesparlament, sitzen wird.

Rückfall ausgeschlossen

Keine Gnade für Ikonenmaler?“ fragte die Bergische Landszeitung in ihrer Schlagzeile, als Demetrios E. Greven in der Schulungsstätte Altenberg seine Bilder ausstellte.

“Ich fahre Europa vierelang„

Drei Tage lang suchte Fürst Bismarck nach einem treffenden Wort, das seine Rolle auf dem europäischen Friedenskongreß, dem er präsidieren sollte, unmißverständlich umschrieb.

Im Schlaf gestorben

Ein Blick in die Alptraumkiste deutscher Automobilbosse: Im Jahre 1990 sind die zehn meistverlangten Autotypen hierzulande nicht mehr, wie heute, heimischer Herkunft, sondern in Japan gebaut.

Eine seltsame Arbeitsteilung

Unternehmer und Spitzenmanager müssen bekanntlich ihre Termine genau planen, um ihr gewaltiges Tagespensum schaffen zu können.

Drei Fouls

Eine von vielen Bildergeschichten in Jugendmagazinen: „An einem Samstag in der Diskothek.“ Ein neues Mädchen erscheint („Irre Frau!“), ein junger Mann möchte bei ihr landen.

Bleibt nur ein ehrenvoller Rückzug?

Den Namen von George Aiken rief ein Kommentator der New York Times in Erinnerung, um zu charakterisieren, wie es in den vergangenen Wochen um das Glück des Feldherrn Jimmy Carter in seinem Krieg gegen die Energiekrise bestellt war.

Bonner Kulisse

Die Einfalt seiner Funktionäre hat den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), dessen politisches Gewicht schön zuvor erheblich geringer war, als es die Riesenzahl seiner Mitglieder und die Pracht seines Bonner Verbands-Hauses vermuten lassen, noch ein wenig weiter ins politische Abseits gebracht.

Finanzministerium: Zu links oder zu rechts?

Er habe, so meinte ein führender liberaler Politiker nach Helmut Schmidts Kabinetts-Revirement vom Februar dieses Jahres, an der Liste der neuen Minister nichts auszusetzen – mit einer Ausnahme: daß der Kanzler den „linken“ Hans Matthöfer ausgerechnet an die Spitze des Bundesfinanzministeriums befördert habe, dafür habe er denn doch wenig Verständnis.

Der Löwe frißt zuviel

Nicht nur die Manager der US-Konzerne Douglas-McDonall, Northrope und General Dynamics spitzten die Ohren, als der Senat in Washington der Lieferung von Kampfflugzeugen im Wert von insgesamt fünf Milliarden Dollar an Israel, Saudi-Arabien und Ägypten zustimmte.

Qualität statt Gewalt

Es gehört fast zu den geheiligten Traditionen des französischen Weinbaus, daß seine Winzer einmal im Jahr auf die Straße gehen und mehr oder weniger gewalttätige Protestmärsche veranstalten.

Vor Vettern wird gewarnt

Drei Dinge, so resümiert ein deutscher Unternehmer nachdenklich, braucht der, der in einem Entwicklungsland wie Kamerun Geld anlegen will: Geduld, eine gute Portion Einfühlungsvermögen und langen Atem.

Volksvertreter zu Bruttopreisen

Die Bezüge, die die Mitglieder von Gemeinderäten und Parlamenten erhalten, sind nach hergebrachter Ansicht der Finanzverwaltung umsatzsteuerbar.

Neue Hoffnungen aus Bonn

Mit überdurchschnittlichen Kursgewinnen für Warenhäuser, Banken und Autoaktien kam zum Ende vergangener Woche neuer Schwung in die Börsensäle.

Entwöhnungskur fürs Auto

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Gerhard Pfeffermann, Mitglied des Bundestagsausschusses für Forschung und Technologie und zugleich einer der Energiefachleute seiner Fraktion, Wollte genau wissen, wie es um die Energieeinsparung im Straßenverkehr steht.

Genossen in der weiten Welt

Die Deutschen sind ein Volk von Genossen. Jeder Dritte zählt zu ihnen und man findet sie selbst noch im letzten Dorf: die 8,3 Millionen Mitglieder der Kreditgenossenschaft des Volks- und Raiffeisenbanksystems.

Zeitraffer

Ungerecht findet Bundesfinanzminister Hans Matthöfer die Verteilung der Steuerlast, genauer gesagt den wachsenden Anteil der Lohnsteuer an den Staatseinnahmen.

Gute Zusammenarbeit

Blank: Ich glaube, daß die Wechselseitige Bereitschaft zur Intensivierung der Handelsbeziehungen zwischen der Volksrepublik China und der Industrie der Bundesrepublik niemals größer war als heute.

Manager und Märkte

Wieder einmal hat Wienerwald-Boß Friedrich Jahn der Stadt München einen führenden Beamten abgeworben: Den 54jährigen Otto Hiebl, seit 17 Jahren Leiter des Fremdenverkehrsamtes.

Chaotenwahl in Bochum

Vahap Durgun ist ein vorsichtiger Mann. Mit seinem Vorarbeiter wettete der 37jährige Türke um einen Kasten Bier – für den Fall seiner Niederlage im Betriebsratswahlkampf 1978 bei der Adam Opel AG in Bochum.

Von der Schulbank gleich in die Praxis

Allenthalben das gleiche Dilemma: Ausbildungsplätze in Industrie und Verwaltung, die einst Schulabgängern mit Hauptschulabschluß und mittlerer Reife vorbehalten waren, werden in zunehmendem Maße von Abiturienten beansprucht und auch besetzt.

Der nächste Fall:: Drei Monate nach Hitlers Tod

wie mir leider erst kürzlich bekannt wurde, soll im Südwestfunk Baden-Baden ein junger Reporter gemaßregelt werden, weil er es versäumt hat, sich beim Publikum dafür zu entschuldigen, daß er mir in einer Regional-Abendschau nach meinem ersten Prozeßtag nicht Einhalt gebietend ins Wort fiel, als ich sagte, Dr.

Hymnen an den Ball

Jetzt tremolieren sie wieder, die Herren. Warum? Weil Fußball-Zeit ist. Nicht einfach Fußball-Saison oder Länderspiel oder Europa-Cup oder Cup der Cupsieger oder wie die Myriaden von Wettbewerben sonst so heißen, die zum Kräftemessen in der Kunst des Fußballs erfunden wurden.

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