Wer kennt es nicht: Wenn man unterwegs telephonieren will und endlich eine Telephonzelle gefunden hat, dann fehlt das Kleingeld. Aber selbst bei vollen Taschen sind die Münzen bei Ferngesprächen nach wenigen Minuten verschwunden, und eine Verbindung wird so manches Mal bereits jäh unterbrochen, wenn von der angerufenen Telephonzentrale noch zu einer Nebenstelle weiterverbunden wird.

Da erscheint eine Möglichkeit wie aus dem Märchenland: Man wähle das Fräulein vom Amt an, sage ihr eine Kreditkartennummer sowie ein Codewort durch und bitte um eine Verbindung zu einem Teilnehmer im In- oder Ausland. Das funktioniert sogar in der Wirklichkeit tadellos – in den Vereinigten Staaten. Am Monatsende schickt die Telephongesellschaft eine Gesamtrechnung über die so von Telephonautomaten geführte Gespräche.

Weshalb das in der Bundesrepublik nicht möglich ist, dafür gibt es die natürlichste Erklärung, die es geben kann: Die Bundespost ist ein staatlicher Monopolbetrieb, die Telephongesellschaften in USA aber sind Privatunternehmen im Wettbewerb. Ky.