Eine internationale Zaire-Konferenz, die Bedingungen einer Wirtschaftlichen und finanziellen Sanierung des zentralafrikanischen Staates untersuchen soll, hat in Brüssel begonnen.

Zu ihren Teilnehmern gehören die Vereinigten Staaten, Frankreich, England, Belgien, die Bundesrepublik sowie die westlich orientierten Ölstaaten Persien und Saudi-Arabien.

Die Konferenz, die keine Beschlüsse, sondern lediglich Empfehlungen, verab schieden wird, rechnet mit einem Kostenaufwand für die wirtschaftliche Stabilisierung des Landes in Höhe von rund 10 Milliarden Mark. Die Schuldenlast Zaires wird auf sechs Milliarden Mark geschätzt.

Ein wichtiges Element der Konferenz ist die Diskussion der Auflagen für eine neue Hilfe. Kein Land ist zu Investitionen bereit, solange nicht Garantien einer zweckgebundenen Verwendung der Gelder und einer Demokratisierung im Innern geleistet werden. Wieweit Mobuto dazu in der Lage ist, bleibt die große Unbekannte der eingeleiteten Hilfsaktion.