HEXAGON ist ein unaufdringliches Edelspiel. Es basiert auf der Kombination von Muttern. Muttern sind sechseckig und lassen sich wie Waben ineinandergittern. Doch nur Muttern allein – das wäre langweilig. Und so sind immer vier Stück zusammengesteckt und verklebt. Jede Vierergrundform ist anders; insgesamt gibt es sieben mögliche Kombinationen, Das läßt sich übrigens leicht allein bewerkstelligen. Vier Muttern gleicher Größe genügen zunächst. Man braucht sie bloß so aneinander zu legen, daß jede mindestens mit einer Seite an eine Nachbarmutter grenzt.

Ich probiere zwischendurch ein paar Figuren, Das Dreieck aus sieben Teilen ist mir gelungen; an dem Sechseck bin ich erbärmlich gescheitert. Doch einfachere Aufgaben aus der Vorlage gehen schon ganz flüssig aus der Hand. Das Blatt mit den Problemvorgaben beginnt mit Umrissen aus zwei Teilen und steigert sich bis zur Verwendung des ganzen Satzes. Aber die Lösungen fehlen. Nur eine Ausnahme gibt es: Die Anweisung, wie die sieben Schräublinge wieder in der Schachtel verstaut werden können. Sie verhindert, daß man Angst davor hat, den Set überhaupt auszupacken.

HEXAGON ist eigentlich ein Solospiel, Doch die sorgsam vernickelten Wabenstücke verlocken auch sehr dazu, gemeinsam an eine Aufgabe heranzugehen. Und das Spielprinzip erklärt sich von selbst. Es genügt, die Teile irgendwo unauffällig auszulegen. Schon nach kurzer Zeit greift der ahnungslose Besucher danach und beginnt zu puzzeln.

Der Hersteller produziert fern vom großen Marktgeschehen seine schönen Spiele, die allerdings auch nicht ganz billig sind. Nur in wenigen Läden ist er vertreten, und man muß sich auf seinen Bezugsquellennachweis stützen. Dabei lohnt es sich sehr, gleich einen Prospekt über sein ganzes Lieferspektrum anzufordern, denn das Programm besticht durch Phantasie, Dekoration und sauberes Design. Tom Werneck

HEXAGON, Kurt Naef, CH-4314 Zeiningen/Schweiz. Unverb. Preisempf. 36 Mark