Einen blauen Aufwärts- und grünen Abwärtspfeil zum graphisch verwobenen Zeichen wollen die rund hundert Bergbahn-Unternehmen im Bundesverband Deutscher Eisenbahnen (BDE) als neues Signal an ihren Seilbahnen anbringen. Und dies „an gut Sichtbarer Stelle, damit die Fahrgäste die Zugehörigkeit erkennen können“, welche ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleisten soll.

Um diesen Anspruch zu erfüllen, bestehtbeispielsweise ständiger Erfahrungsaustausch von BDE-Experten über außergewöhnliche Vorfälle bei den Verbandsbergbahnen. Denn vor solchen Vorfällen ist freilich niemand gefeit, wie das Seilbahnunglück am Niederwalddenkmal am Pfingstmontag zeigte, bei dem drei Doppelsessel in die Tiefe stürzten – trotz regelmäßiger technischer Prüfungen. Offenbar will man mit den Bergbahn-Signets ängstlichen Noch-nicht-Fahrgästen das Gefühl der Sicherheit vermitteln. Die Aktion erinnert jedoch nicht wenig an bunte Empfehlungsschilder vor Hoteltüren; schließlich soll das Signet, laut Verband, später noch durch drei stilierte Schneekristalle ergänzt und somit zu einem Gütezeichen gemacht werden, das nur an Unternehmen mit überdurchschnittlichen Leistungen vergeben wird.

Ob man so mehr Fahrgäste gewinnen wird? Allemal einfacher ist der direkte Weg übers Portemonnaie der Gäste, wie die Schweizer es mit ihrem Seilbahnabonnement vormachen: Es gilt drei Jahre für 800 Bahnen und bietet bis zu 25 Prozent Rabatt. U. K.