Auch im nächsten Sommer werden die Uhren noch nicht europaweit die gleiche Stunde schlagen. Die Verkehrsminister der Europäischen Gemeinschaft konnten sich bei ihren jüngsten Verhandlungen in Luxemburg wiederum auf keine einheitliche Sommerzeit, geschweige denn auf Termine für Beginn und Ende dieser Zeitverschiebung einigen. Am wenigsten flexibel zeigte sich die Bundesrepublik, die nur zusammen mit der DDR auf eine Sommerzeit umschalten will. Dafür ist man aber in Ostberlin noch nicht bereit, obwohl zum Beispiel in Polen die Uhrzeiger im Sommer schon eine Stunde vorgerückt werden.

Mag die Bundesrepublik zwar mit der Zeit hinter anderen herhinken, so kämpft sie dafür aber beim Export mit vollem Elan. Bund und Länder arbeiten derzeit an einem neuen Instrument von Staatsgarantien für Auslandsgeschäfte. Mit staatlichen Rückbürgschaften soll hauptsächlich der Export kleinerer und mittlerer Unternehmen gefördert werden.

In ihrem Geschäftsbericht für das letzte Jahr bringt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich auch die neuesten Zahlen vom Goldmarkt: Danach haben die kommunistischen Länder 1977 rund 450 Tonnen Gold auf dem Weltmarkt angeboten. Das sind die höchsten Goldverkäufe dieser Länder seit 1965. Die Weltgoldgewinnung ohne kommunistische Länder) blieb im letzten Jahr unverändert bei 965 Tonnen, wovon rund drei Viertel, nämlich 7000 Tonnen, aus Südafrika stammen. Die Gewinne aus der Golderzeugung sind 1977 dank der erheblichen Goldpreissteigerung um zwanzig. Prozent angewachsen. Die offiziellen Goldbestände des Westens haben allerdings um 280 Tonnen abgenommen. iml