Auch als Toni Schmückers Erfolge bei VW nicht mehr wegzudiskutieren waren, haftete an ihm noch ein Stigma: Ein Sanierer, das sei er schon, doch fehle ihm die Visionskraft, die Fähigkeit, Zukunftsstrategien für den Konzern zu entwerfen.

Nun hat der Spiegel mit seinem Bericht, VW wolle sich am Maschinenbau-Konzern GHH beteiligen, den Schleier um die Visionen Schmückers ein wenig beiseite gezogen. Und da ist es von untergeordnetem Interesse, ob nun GHH oder sonstwer dazu dient, VW auf eine breitere Basis zu stellen. Interessant ist, daß VW seinen angestammten Bereich – den Automobilbau – so nachhaltig ins reine gebracht hat, daß man nun daran gehen kann, durch einen Einstieg etwa in den Maschinenbau oder in die Elektro-Industrie, wohl auch durch eine grundlegende Neuordnung der internationalen Aktivitäten, den Autoriesen längerfristig abzusichern. Nach dem Motto: Je mehr Farben die Palette hat, um so unwahrscheinlicher ist, daß die roten Zahlen dominieren.

Bei Licht betrachtet ist das alles schrecklich normal. Für VW war es lange Zeit Vision, rf