Die Drachenflieger von heute sind, im Vergleich zu ihrem berühmten Vorfahr, dem Schneider von Ulm, fein heraus. Doch gefährdet sind sie nach wie vor: Chirurgen an der Innsbrucker Universität haben festgestellt, daß in Tirol während eines Zeitraumes von drei Jahren sieben, von 75 Unfällen tödlich verliefen. Die tatsächliche Unfallzahl schätzen die Mediziner allerdings weit höher ein: Da die Krankenkassen in Österreich sich für so entstandene Verletzungen nicht zuständig erklärten, ist vermutlich nur ein Teil der Blessuren bekanntgeworden. Besonders gefährdet sind die Sportler zu Anfang und am Ende des Fluges. 34 der 75 Unfälle ereigneten sich beim Absprung, 28 beim Landen. Die meisten der Pechvögel hatten an ihrem Unglück selbst Schuld. Sie sprangen zu langsam oder in zu steilem Winkel ab, andere hatten sich ungeeignete Startplätze ausgewählt. Drachenflieger – so folgern die Innsbrucker Ärzte – sollten deshalb an speziell zugelassenen Schulen in Aerodynamik, Meteorologie, Flugbestimmungen und Erster Hilfe unterrichtet werden, eine Fluglizenz erwerben und beim Flug Schutzkleidung tragen müssen.

Ein Stückchen Diamant, das härteste Mineral, floß wie Plastik, berichten die amerikanischen Forscher Peter Bell und Ho Kwang Mao vom Carnegie Geophysical Laboratory. Sie halten derzeit wohl den Rekord in der Erzeugung höchster, stetiger Drücke: Der Druck, unter dem Diamant fließt, ist rund dreimal so hoch wie der bisher höchste Druck, der in einem Laboratorium erzeugt wurde – 1,8 Millionen Atmosphären (der Druck, mit dem der Mount Everest auf die unter ihm liegende Erdkruste lastet, ist 700mal geringer). – Aus der Erforschung des Verhaltens von Materie unter hohen Drücken erhoffen sich die Forscher unter anderem Aufschlüsse über das Erdinnere.