zu dem Artikel „Distanzieren Sie sich! Warum die ÖTV eine Betriebsrätin ausschließen will“ in DIE ZEIT, Ausgabe vom 9. 6. 1978, Seite 14.

1. Sie behaupten, ich sei Sekretär der ÖTV für den schleswig-holsteinischen Bezirk Nordwest. Das ist falsch.

Ich bin der gewählte Vorsitzende des Bezirks Nordwest der ÖTV.

2. Sie behaupten, Brigitte Schultek, Betriebsratsvorsitzende in Lübeck, müsse damit rechnen, aus der Gewerkschaft öffentliche Dienste, Transport und Verkehr ausgeschlossen zu werden, weil sie ein Flugblatt unterschrieben habe, das ich nie im Leben unterzeichnet hätte. Das ist falsch.

Richtig ist, daß gegen Frau Schultek wegen mehrfachen gewerkschaftsschädigenden Verhaltens im Zusammenhang mit ihrer Zusammenarbeit mit dem Kommunistischen Bund vom ÖTV-Kreisvorstand Lübeck ein Ausschlußverfahren beim Hauptvorstand beantragt worden ist. Die Unterschriftsleistung hinsichtlich des Flugblattes, mit dem u. a. Frau Schultek zu der Veranstaltung „Demokratische Grundrechte in Gefahr – wir wehren uns“ aufgerufen hatte, hat für diesen Ausschlußantrag keine Rolle gespielt.

3. Sie behaupten, mich hätte die genannte Veranstaltung bzw. der Aufruf dazu veranlaßt, „vertraulich“ den Lübecker ÖTV-Kreisvorsitzenden Harald Winckelmann zu alarmieren. Das ist falsch.

Eine solche Alarmierung habe ich nicht vorgenommen, zumal ich erst später, und zwar von Frau Schultek selbst in einem Telephongespräch, von dieser Veranstaltung und dem Umstand, daß Frau Schultek den Aufruf hierzu unterzeichnet hatte, erfahren habe.