Die amerikanische Schwester der JU 52, Fords „Tri-Motor“ von 1928, ist eine der jüngsten Schaustücke in dem an Attraktionen nicht gerade armen Las Vegas. Der Veteran der Lüfte wurde von der (für ihre pittoresken Grand Canyon-Flüge auch hierzulande bekanntgewordene) „Scenic Airlines“ restauriert. Heute kann man mit der „Tin Goose“ (Blechgans) Rundflüge über dem Spielerparadies im US-Staat Nevada machen. Der Nostalgie-Trip kostet 10,80 Dollar – obwohl der Kopilotensitz für den doppelten Preis vergeben wird, ist dieser meist zuerst vergeben. Bei dem langsamen Flug (80 Meilen/Stunde) hat man einen famosen Blick über die exzentrische Glitzerstadt inmitten der Wüste von Nevada, die dank der schier grenzenlosen Glücksspielbegeisterung der Amerikaner sichtbar jeden Monat an Breite wie Höhe gewinnt. Eine der größten Baustellen ist derzeit eines der beiden Hilton-Hotels am Ort. Die mit 2130 Zimmern ohnehin gigantische Herberge wird zur Zeit um 640 Zimmer erweitert. Ist der Anbau fertiggestellt, kann Barron Hilton, Sohn des Konzerngründers und Präsident der inneramerikanischen Hilton-Gruppe, mit der sowjetischen Regierung um den Titel des größten Hotels der Welt streiten.