Vierhundertfünfzig Millionen Mark läßt sich die Bundesregierung in den nächsten vier Jahren ein soeben vorgestelltes Programm zur Förderung von Forschung und Entwicklung im Dienst der Gesundheit kosten. Neben gesundheitsgerechten Lebensbedingungen gilt es vor allem eine bürgernahe Versorgung herauszufinden, die zudem leistungsfähig und – vorrangig – auch wirtschaftlich ist.

Das Programm ist – leider – wieder einmal ein Paradebeispiel, wie in Bonn Politik gemacht wird. Erst werden Gesetze geschustert – zur Dämpfung der Gesundheitskosten, zur Verbilligung von Arzneimitteln, zur Wirtschaftlichkeit in den Krankenhäusern; dann erst wird das Grundlagenmaterial aufbereitet.

Die Diskussion über die Kostenexplosion im Gesundheitssektor wird seit über drei Jahren geführt. Hätte man damals gleich mehr für die Erforschung bisher unbekannter Daten und Fakten getan, wäre man schon heute klüger. Manche Ungereimtheit der jüngsten Gesundheitsgesetzgebung wäre allen erspart geblieben. hff