Die Berlin-Runde des Bundespräsidenten hat einige Schwierigkeiten gehabt, ein annehmbares Ergebnis hervorzubringen. Die Spitzen der vier Bundestagsparteien, auf Vorschlag Walter Scheels zu einer Arbeitsgruppe vereint, standen unter Erfolgszwang, besaßen aber nicht die Kompetenz, der Bundesregierung und dem Berliner Senat hineinzureden.

Auch mit der Koordination haperte es. Die Vertreter der Regierungsparteien mochten sich – unter der Wucht der von der Opposition vorgebrachten Förderungswünsche – nicht immer an die Grenzen halten, die ein sparwilliger Senat und ein Sonderwünschen gänzlich abholder Bundeskanzler gern gezogen hätten. So konnte es nicht ausbleiben, daß die für die Finanzen zuständigen Ressortchefs in Bonn und Berlin mit Mißvergnügen sahen, wie sich die zusätzlichen Förderungsmaßnahmen auf 800 Millionen Mark summierten,

An diesen Schwierigkeiten gemessen, ist nun doch Beachtliches herausgekommen: nicht nur die üblichen Appelle und Bekundungen, sondern konkrete Zusagen, die einige Strukturmängel der Berliner Wirtschaft beheben sollen. Zu einer verbesserten Flugsubvention mochte sich aber die Runde nicht durchringen. Dabei hat die erneute Zurückweisung von Transitreisenden, die der DDR politisch unbequem waren, gerade bewiesen, daß Berlin nach wie vor auf. preiswerte und wirklich unantastbare Verkehrswege angewiesen ist. j.n.