In den Aufsichtsrat der Gerling-Konzern-Versicherung-Beteiligungsgesellschaft, der Holding des Kölner Versicherungsriesen, ist Flick zwar schon eingezogen, vertreten durch Eberhard von Brauchitsch und Harald J. Schröder.

Aber noch nicht in den Gesellschafterkreis. Flick hatte ja die Hälfte des 25,1-Prozent-Anteils der Zürich-Versicherung an der Gerling-Holding sowie die Mehrheit der mit 25,9 Prozent dort engagierten Industrieholding übernommen. Doch sollen diese Namensaktien nun nicht vor dem 1. Oktober auf Flick umgeschrieben werden.

Es heißt, Hans Gerling, mit 49 Prozent an der Gerling-Holding beteiligt, habe um Zeit gebeten. Er wolle erst noch mit den Flick-Leuten über die Art der künftigen Zusammenarbeit reden; über Konzernpolitik,Management-Probleme und das Verhalten bei künftigen Kapitalerhöhungen sei besser vor dem Eigentumsübergang zu verhandeln.

Zumindest zum Thema Kapitalerhöhung läßt sich’s da spekulieren. Etwa so: Noch immer hat ja Flick über die Wiederanlage von gut einer Milliarde Mark aus dem Gewinn des Daimler-Geschäfts zu entscheiden. Dieser Gewinn bleibt dann steuerfrei, wenn seine Wiederanlage volkswirtschaftlich besonders förderungswürdig ist. Eine Kapitalerhöhung bei Gerling könnte diese Bedingung erfüllen.

Dies zu ventilieren, würde natürlich Zeit brauchen. Doch die Sache hätte noch einen weiteren Aspekt: Hans Gerling wäre sicherlich nicht in der Lage, eine massive Kapitalerhöhung mitzumachen, dürfte aber auch andersherum kaum bereit sein, sich auf diese Weise zum Kleinaktionär degradieren zu lassen.

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Eine „neue Form von Schleichwerbung“ will er mit Sicherheit nicht“, aber er möchte den Zuschauern eine attraktivere Form des Werbefernsehens präsentieren. Im kommenden Jahr will der Chef des Werbefernsehens des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF), Harry Buckwitz, in den Monaten April und Oktober jeweils sonnabends insgesamt acht TV-Werbeblöcke über den Äther schicken, die die Werbung in ein Quiz verpackt offeriert. Damit, so Buckwitz, „wollen wir vom ewigen Spot-Einerlei herunter“.