„Sonderbar ist die Art und Weise, wie der ‚Wunderdoctor‘ die Krankheiten behandelt. Ein Büschel Haare aus dem Nacken des Kranken wird ihm mitgebracht, oder er schneidet es selbst ab; er hält die Haare gegen das Licht und betrachtet dieselben kurze Zeit durch ein Vergrößerungsglas, und dann gibt er die Krankheit der betreffenden Person an.“ So beschrieben die „Winsener Nachrichten“ 1894 die Therapie des Schäfers Heinrich Ast in Radbruch, dem weit über die Grenzen der Lüneburger Heide Heilkraft nachgesagt wurde. Natürlich hat Walter Groll in seinem Buch „Durch die Lüneburger Heide“ dem verehrten Hirten ein eigenes Kapitel gewidmet, alte Postkarten mit Porträts des Wunderwirkers runden das Bild des optisch attraktiven Bändchens ab. Ansichtskarten, oft mit nachgedruckter grellfarbiger Kolorierung, zieren auch die anderen Kapitel des Buches, das im Hans Christians Verlag in Hamburg erschienen ist und 29,80 Mark kostet. In gleichartiger Aufmachung und zum gleichen Preis hat der Verlag auch Bände über das einstige Badeleben an Nord- wie Ostsee. Ein Bändchen schildert die Anfänge des Badeortes Wenningstedt und ist zehn Mark billiger.