Die Grundlinien der amerikanischen Afrika-Politik erläuterte Außenminister Cyrus Vance vor einigen Tagen in einer Rede in Atlantic City:

Erstens: Wir werden auf unsere Stärken vertrauen – auf unseren Handel, die Entwicklungshilfe, die wirtschaftlichen und kulturellen Bindungen, die sich über die Jahre entwickelt haben. Hinzu kommt unsere allgemeine Verpflichtung, soziale Gerechtigkeit und menschenwürdige Lebensbedingungen zu fördern. Dies sind die dauerhaftesten Elemente in den Beziehungen zwischen Afrika und Amerika...

Es ist wesentlich für den Erfolg unserer Politik, daß den Afrikanern bewußt wird, daß wir ihr Ziel der wirtschaftlichen Entwicklung teilen. Dies bedeutet zunehmenden Handel und Investitionen in jenen Bereichen, die sowohl Afrika wie den Vereinigten Staaten zugute kommen ...

Das zweite Element unserer Strategie ist die Zusammenarbeit mit anderen Ländern innerhalb und außerhalb Afrikas bei der friedlichen Lösung von Meinungsverschiedenheiten ... Wir werden den Wirkungsgrad der Vereinten Nationen und solcher regionaler Einrichtungen wie der Organisation für afrikanische Einheit verbessern helfen, da ihnen eine besondere Bedeutung für den friedlichen Ausgleich zukommt.

Drittens: Wir werden darin fortfahren, das wachsende Gefühl nationaler Unabhängigkeit in Afrika zu respektieren, denn dies ist wichtig für den wirtschaftlichen und politischen Fortschritt; die Afrikaner werden auch weiterhin jeden Versuch zurückweisen, ihre schwer errungene Unabhängigkeit an auswärtige Mächte abzutreten...

Viertens: Seit Beginn dieser Regierung ist es unsere Politik gewesen, Sicherheitsersuchen afrikanischer Länder als legitime Verteidigungsakte anzusehen. Unsere Freunde in Afrika sollen und können wissen, daß wir sie in der Verbesserung ihrer Selbstverteidigungsfähigkeit unterstützen werden.

Fünftens: Wir haben auch öffentlich unsere Sorge über die sowjetische Politik in Afrika betont und Verbindungen aufgenommen zu europäischen, arabischen und afrikanischen Ländern sowie Mitgliedsstaaten der blockfreien Bewegung, die unsere Sorgen teilen. Wir haben den Sowjets die Schwierigkeiten klargemacht, die ihre Politik für Afrika und für unsere Beziehungen mit sich bringt.