Wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe. Nutzt die Lufthansa bei ihren Milliarden-Einkäufen von Flugzeugen, Benzin und Verpflegung Währungsvorteile aus – dann ist das eine lobenswerte unternehmerische Leistung. Verhält sich ein Fluggast ebenso, um möglichst günstig an ein Ticket der staatseigenen Fluggesellschaft zu kommen – dann ist das verboten.

So jedenfalls meinte jetzt bei dem Versuch, Recht zu sprechen, das Frankfurter Landgericht im Berufungsprozeß zwischen der Lufthansa und einem Fluggast: Wer ein Ticket in sogenannten Weichwährungsländern kauft, muß hierzulande seinen Währungsgewinn bei der Lufthansa Wieder abliefern, wenn er mitfliegen will.

Merke: Marktwirtschaft ist gut, solange sie einem selbst nützt. Wo kämen wir hin, wenn alle aus ihr Nutzen zögen? Der Hauch der großen weiten Welt, den internationale Fluggesellschaften wie die Lufthansa so gern um sich herum verbreiten – er stinkt. üth.