Wie höllisch Bundesbürger darüber wachen müssen, daß sie nicht in einem falschen Computer gespeichert werden, und wie arglos mit Daten umgegangen wird, läßt sich an zwei Fällen aufzeigen.

Der Schatzmeister der Bonner Kreismittelstandsvereinigung der CDU, Georg Bocklet, schickte zwei Bonner Journalisten eine Aufforderung zur Beitragsnachzahlung für ihre Mitgliedschaft in der Vereinigung. Beide Journalisten beteuerten indes, sie seien nie Mitglied der Vereinigung geworden.

Das Mißverständnis wurde schließlich aufgeklärt. Der Computer der Bundesmittelstandsvereinigung, über die der Kreisverband seine Buchhaltung abwickelt, hatte die Presseleute selbständig als Mitglieder aufgenommen, weil sie regelmäßig Bezieher der Informationsschriften dieser CDU-Organisation sind. So leicht ist es, per Computer in Verdacht zu geraten ...

Die Geldsorgen der CDU-Sozialausschüsse sind noch immer nicht behoben. Der Vorstand hat jetzt allerdings die Initiative ergriffen, um die finanzielle Basis der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft zu sichern.

Kürzlich würde die „Stiftung für christlich-soziale Politik und Bildung e. V.“ gegründet. Dabei wurde ein für allemal sichergestellt, daß der jeweilige Vorstand der CDU-Sozialausschüsse personenidentisch mit dem Stiftungsvorstand sein muß.

Der Grund für diese Regelung liegt in der bitteren Erfahrung, die der Vorsitzende der Sozialausschüsse, Norbert Blüm, und sein Schatzmeister Wolfgang Vogt nach dem Ausscheiden von Hans Katzer aus dem Amt des Vorsitzenden gemacht haben.

Offenbar aus Verärgerung darüber, daß Norbert Blüm sich im vergangenen Jahr zur Vorsitzenden-Wahl gestellt hatte, zerschnitt Katzer als Vorsitzender der Jakob-Kaiser Stiftung die finanziellen Bande zwischen Kaiser-Stiftung und Sozialausschüssen. Damit war Blüm praktisch ein Vorsitzender ohne Kasse geworden, denn Hauptfinanzier der CDU Arbeitnehmerschaft war bis dahin die Stiftung gewesen.