Die seit Jahren heiß umstrittene Fusion der Stadtsparkasse Köln mit der Kreissparkasse Köln zur größten deutschen Sparkasse mit einem Bilanzvolumen von rund 13 Milliarden Mark ist zunächst an den zustimmungspflichtigen Kreistagen gescheitert, in Wahrheit wohl am Widerstand des Vorstandes der Kreissparkasse, der an seiner Selbständigkeit nicht rütteln lassen wollte.

Entstanden war das Fusionsproblem durch die Gebietsreform aus dem Jahre 1975, durch die 26 Zweigstellen der Kölner Kreissparkasse sich plötzlich auf städtischem Gewährsträger-Boden wiederfanden. Nach dem Sparkassen-Regional prinzip sollte aber nur jeweils eine Sparkasse am Ort Geschäfte manchen dürfen. Wettbewerb zwischen Sparkassen soll es nicht geben. „Er würde zu einer gegenseitigen Behinderung in der Erfüllung der öffentlichen Aufgaben führen und letztlich die Wettbewerbsfähigkeit beider Sparkassen schwächen“, schreibt der Vorstands Vorsitzende der Stadtsparkasse Köln, Fritz Hermanns, an seine „lieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“.

Vertragen sich die Erfüllung öffentlicher Aufgaben und Wettbewerb tatsächlich nicht miteinander? Ist Wettbewerb nicht auch eine öffentliche Aufgabe? K. W.