Auch im Wolfsburger Theater geht es gelegentlich dramatisch zu. Sogar bei einem Jubiläum. Jubilar war die Stadt selbst, die sich darüber freute, vierzig Jahre alt geworden zu sein und dafür vom VW-Werk ein Planetarium zum Präsent erhielt.

Das gute Stück kommt von Zeiss Jena – also aus der DDR. Und VW-Chef Toni Schmücker übergab es im Theater, als Modell. Neben ihm saßen Wolfgang Biermann, der Zeiss-Chef, und dessen Stellvertreter Siegfried Hülss. Diese beiden DDR-Bürger waren zunächst peinlich berührt und später nicht mehr zu halten, als Niedersachsens Landtagspräsident Heinz Müller (CDU) seine Festansprache hielt Es ging um die Wiedervereinigung.

Den vom gebotenen Stück unbefriedigten Gästen folgte Toni Schmücker ins Freie, „um ihnen weitere Peinlichkeiten zu ersparen“.

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Ganze 105 Millionen Dollar hat die Transaktion gekostet. Seit Beginn dieses Monats hat damit der New Yorker Zigarettenkonzern Philip Morris das gesamte Auslands-Zigarettengeschäft von der Konkurrenz Liggett & Myers (Nummer sechs am US-Markt) übernommen.

Auf einen Schlag verfügt Philip Morris damit in 22 außeramerikanischen Ländern über gut eingeführte Marken. Zwar laufen die zum Teil langfristigen Lizenzverträge, die Liggett mit den einzelnen heimischen Zigarettenunternehmen zwecks Produktion und Vertrieb ihrer Marken geschlossen hat, mutmaßlich auch vertragsgemäß zu Ende. Doch die Lizenzgebühren fließen schon in die Rassen von Philip Morris.