Kolonie auf Cocos?

Costa Rica, ob seiner Friedfertigkeit berühmter Zwergstaat Mittelamerikas, setzt sich dem Verdacht expansionistischer Gelüste aus. Bevor andere Regierungen. Ansprüche anmelden konnten, landete eine Präsidenten-Delegation nach sechzehnstündiger Überfahrt mit dem Patrouillenboot FP-405 auf den Cocos-Inseln. Seit 1832 erhebt Costa Rica Ansprüche, seit dort eine Expedition schiffbrüchige Chilenen aufnahm. Das fruchtbare Land kann zwar besiedelt werden, ist aber per Dekret zum costaricanischen Nationalpark erklärt worden – was die vernünftigste Nutzung dieser Insein zu sein verspricht.

Weniger Sex, mehr Geld

Die britischen Bergarbeiter, bei Lohnforderungen ohnehin nicht zimperlich, sind unzufrieden: „Zwanzig Pence mehr pro Stunde reichen nicht aus, unser ruiniertes Sex- und Sozialleben zu kompensieren.“ Mit diesem Argument wollen sie Schichtarbeit besser entlohnt sehen: „Schichtarbeiter führen kein geregeltes Leben, haben keine festen Arbeitszeiten, gesundheitliche Schäden sind unvermeidlich.“

Ungewohnte Töne

Neben der öffentlich auftretenden Oppositionsgruppe KOR gibt es in Polen das im Untergrund tätige „Polnische Komitee für Unabhängigkeit“. Mit dessen Unterschrift ist jetzt ein Dokument erschienen, das zur Frage der deutschen Nation Stellung nimmt und überraschenderweise feststellt, eine Wiedervereinigung liege im polnischen Interesse, sofern zwei Voraussetzungen erfüllt würden: 1. „die bedingungslose Anerkennung unserer Westgrenze“, 2. „die grundsätzliche Integration Deutschlands in die Europäische Gemeinschaft“. Die interessante Analyse ist abgedruckt in „Liberales Forum“ – Zeitung des Liberalen Hochschulverbandes der Universität Köln Nr. 3/78.

Kommunisten beim Bridge