Ein Leben lang setzte sich Liselotte Welskopf-Henrich für die Indianer ein

Von Dieter E. Zimmer

Seit Jahren liest meine elfjährige Tochter fast ausschließlich Indianerbücher, die sie in Plastiktüten aus der Stadtbibliothek abschleppt; zur Zeit besorgt, da der Bestand nahezu erschöpft ist. Sie ist auch Erfinderin des „mündlichen Indianerspielens“, bei dem man mit dem Rücksitz des Autos auskommt, schreibt an einem kollektiven Indianerroman, den ich nicht zu lesen bekomme, weil ich mir wahrscheinlich den Hinweis auf etwaige Fehler nicht verkneifen würde, und sie wäre mit Sicherheit am liebsten ein Indianerjunge.

Was es ist, das heutige Großstadtmädchen dazu bringt, sich in indianische Phantasiewelten zu versetzen, habe ich bisher nicht herausgefunden. Ich glaubte, dem Rätsel näher zu kommen, wenn ich einmal ihre Lieblingsbücher ansähe. Bei den Buchmengen, die sie sich einverleibt, erwartete ich, daß sie mir mancherlei erzählerisches Schaffen nennen würde, Grausliches darunter.

Dann aber stellte sich heraus, daß ihre Lieblingsbücher allesamt von einer Autorin sind. Der Name ihres Helden, „Harka“, sagte mir noch gar nichts. Auch den der Autorin hatte ich nie gehört: Welskopf-Henrich, Liselotte. Ich las ein paar und war überrascht: Erzählungen aus den letzten Indianerkriegen, den aussichtslosen Kämpfen der Teton-Dakota gegen die mit „Geheimniswaffen“ und „Geheimniswassern“ ausgestatteten Weißen, vom ersten Kontakt mit ihnen bis zur erfolgreichen Flucht einer Stammesgruppe über die rettende kanadische Grenze. Die sechs Romane unter dem gemeinsamen Titel „Die Söhne der großen Bärin“, zusammengehalten von der Gruppe um den jungen Häuptling Harka, sind geschrieben mit reichlichen Spannungseffekten und Angeboten zur jugendlichen Identifikation, aber auch mit großer Einfühlung in die Seite der Indianer, noch lange vor Dee Browns „Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses“, und offenkundig mit der Überzeugung, daß den Indianern nicht nur Unrecht geschah, sondern daß sie in der hoffnungslosen Auseinandersetzung mit den immer zahlreicher anrückenden weißen Goldsuchern und Landeroberern auch überlegene Werte verkörperten.

Dann erzählte mir jemand, die Autorin sei selber Mitglied des Dakota-Stammes der Oglala, und er habe gelesen, sie hätte die Zeit der Emigration bei den Indianern verbracht, sei heute Professorin in Ostberlin und Mitglied des Staatsrats der DDR. Eine wissenschaftlich tätige Sioux-Squaw im Staatsrat der DDR? So stimmt es nicht, stellte sich heraus. Aber Bürgerin der DDR ist die Autorin, Wissenschaftlerin auch, und sogar bei „ihren“ Indianern ist sie schließlich gewesen: eine immer noch ziemlich ungewöhnliche Kombination. So kam es denn, daß meine Tochter und ich uns eines Sonntagnachmittags im rot geschmückten Ahorn-Grün der Ostberliner Puschkinallee einfanden, in einem alten Fachwerkhaus, ein paar Meter vom sowjetischen Ehrenmal entfernt.

Als wir am Eisengittertor klingeln, bellen und heulen hinten Hunde. Eine kleine alte Dame mit klarem ovalen Gesicht, dem der Anna Seghers nicht ganz unähnlich, kommt und öffnet uns das Gitter. Ja, sie habe drei... nicht direkt Wölfe, aber sie stammten von Wölfen ab, und sicherheitshalber habe sie sie unsertwegen eingeschlossen. Wahrscheinlich trauen sie Westjournalisten noch weniger als Defa-Regisseuren, gegen die sie nach den Worten ihrer Herrin eine tiefe Abneigung hegen, was, wiederum im Zusammenhang stehen muß mit dem in Jugoslawien gedrehten Film nach einem der „Harka“-Bände, dem ersten Western aus dem Osten, wie jemand schrieb, dem sehr erfolgreichen Jugendfilm „Die Sohne der großen Bärin“, der indessen die Ansprüche der Autorin an Wirklichkeitsnahe offenbar nicht erfüllte. „Ein Landesteg an der Badestelle der Dakota! Nein!“

Sie sitzt in ihrem Wohnzimmer, durch dessen graue Tapeten die Fachwerkbalken hindurchscheinen. Wir trinken Kaffee und essen Kastenkuchen mit Schlagsahne. Eine sehr wache und agile Frau, bedenkt man ihre 77 Jahre; die weiß, was sie will, denke ich des öfteren; trotzdem muß sie irgendwo noch ein Mädchen sein, das sich für indianische Helden begeistert, aber dafür ist sie nun wieder ganz schön ironisch: „Ich traue Ihnen zutiefst nicht“, sagt sie, und damit hat sie wohl etwas Richtiges gesagt, „Sie sind gefährlich, denn Sie sind Journalist, auch wenn Sie privat ganz schätzenswerte Charaktereigenschaften haben mögen. Und Ihre Zeitung schreibt am liebsten über Oppositionelle, wenn sie über DDR-Schriftsteller schreibt, ich weiß schon. Das bin ich aber nicht, oppositionell. Natürlich bin ich nicht Mitglied des Staatsrats, ein frei erfundenes Gerücht, wie ich auch nicht Angehörige des Oglala-Stamms bin. Politisch engagiert war ich immer, allerdings kein Organisation man. Ich bin Genossin, Und ich bin zäh, ich bin ganz unglaublich zäh, wie eine Katze.“

Wie zäh, wird mir klar, als sie uns eine geraffte Fassung ihres Lebenslaufs erzählt. Elisabeth Charlotte Henrich, verheiratete Welskopf, wurde 1901 geboren. Ihr Vater war ein demokratischer Münchner Rechtsanwalt. Mit acht Jahren bekam sie von einem Onkel Coopers „Lederstrumpf“. „Ich war sofort auf der Seite der Indianer, und das hat sich erhalten: ich habe immer versucht, auf der Seite derjenigen zu sein, denen Unrecht zugefügt wird.“

Karl May mochte sie dagegen gar nicht: diese gigantomane Projektion deutschen Spießersinns in den Wilden Westen. „Old Shatterhand: ein Tugendspiegel, ein Alleskönner, furchtbar. Winnetou ist immerhin ein bißchen erträglicher. Obwohl er sich um seinen Stamm herzlich wenig kümmert und ihn dann sogar verrät, als er den Weißen seine Krieger für ihre Gleisbauarbeiten zur Verfügung stellt.“

Mit elf Jahren große Betroffenheit. In der Zeitung steht, die Yaquí-Indianer in Mexiko hätten sich gegen eine Umsiedlungsmaßnahme zur Wehr gesetzt, und nun seien Truppen gegen sie ausgesandt worden. „Deine Indianer, hieß es zu Hause. Immer redest du nur von ihnen. Aber was kannst du für sie tun?“ Die Schülerin des Stuttgarter Königin Katharinenstifts überlegt, ob sie nicht nach Mexiko reisen und einen Kniefall vor dem Präsidenten tun konnte. Schließlich schreibt sie. ihm einen Brief, und die „muy apreciable senorita“ bekommt sogar eine Antwort: Den Soldaten sei humanes Vorgehen anempfohlen worden. Nur daß sechs Wochen später der mexikanische Präsident, Francisco Madero, von Felix Diaz gestürzt und „auf der Flucht erschossen“ wird.

– Mit vierzehn faßt Liselotte Henrich einen doppelten Entschluß: Professorin für Alte Geschichte und Schriftstellerin zu werden. Mit siebzehn weiß sie auch, daß die Romane von jener Bärenbande der Oglala handeln werden, der die Flucht nach Kanada gelang, und sie schreibt eine Szene, die, in der der Häuptling Mattotoupa zum erstenmal von dem von rücksichtsloser Goldgier strotzenden Weißen betrunken gemacht wird. „Ich merkte, das geht noch nicht: Ich muß noch viel mehr wissen, und ich muß reifer werden.“ 1925 promovierte sie. Der in Aussicht genommenen Karriere als Professorin für Alte Geschichte kam indessen die Hitlerzeit dazwischen. „Ich konnte doch unmöglich deren Rassenideologie verkünden. Daß Deutschland Europa und die Welt beherrschen wollte, kam mir von Anfang an unrealistisch und absurd vor. Ich hatte vor allem zweierlei gegen den Nationalsozialismus. Erstens natürlich seine Unmenschlichkeit. Zweitens seinen übersteigerten Nationalismus. Ich war in der Schule national erzogen worden; der Nationalsozialismus machte mir meinen Nationalismus mies, indem er ihn übertrieb.“ Sie tauchte unter im Statistischen Reichsamt; in den letzten Kriegsjahren war sie im Widerstand tätig. Ihr Mann, ein Zimmermann, saß elf Jahre: lang in Gefängnissen und KZs.

Und all die Zeit über sammelte sie weiter Material über die Indianer, insbesondere über die Dakota, über „ihre“ Bärenbande, mit der Unterstützung des Berliner Museums für Völkerkunde. In Ostberlin machte sie schließlich nach dem Krieg auch den Lebensplan wahr. Sie wurde an der Humboldt-Universitäterst Dozentin, 1960 dann Professorin für Alte Griechische Geschichte.

An die Zeit, als einige ihrer Indianerromane fertig waren, kein Verlag indessen sie veröffentlichen wollte, hat sie ungute Erinnerungen. „Den einen war das Manuskript nicht kindertümlich genug, sie wollten es mir umschreiben. Ich und mir etwas umschreiben lassen! Die anderen fanden, die Geschichte könne nicht stimmen, da die Amerikaner doch alle Indianer ausgerottet hätten; als hätte ich es nicht einfach besser gewußt!“ Im September 1951 landete das glücklose Manuskript schließlich bei dem kleinen Altberliner Verlag der Lucie Groszer („auch so eine kleine Zähe!“). Deren Lektor war damals der Dichter Johannes Bobrowski. Er mochte die Indianergeschichte, die niemand drucken wollte. Im Dezember schon war das Buch fertig, nicht nur für DDR-Druckverhältnisse ein Tempo, das man nicht vergißt.

Heute sind Liselotte Welskopf-Henrichs Bücher in zwölf bis fünfzehn Sprachen und in einer Gesamtauflage von fünf bis sechs Millionen Exemplaren verbreitet, vor allem im Ostblock (daß sich die Zahl nicht genau angeben läßt, liegt an den lückenhaften Angaben über die Übersetzungen und Auflagenhöhen in der Sowjetunion). Die westdeutsche Ausgabe der sechs „Harka“-Bände, früher beim Union-Verlag, jetzt bei Otto Maier, hat eine Auflage von etwa dreißigtausend pro Band erreicht. Die Autorin hat den Ersten Jugenderzählerpreis des Kulturministeriums der DDR, erhalten und den Braunschweiger Literaturpreis für die beste Jugenderzählung aus fremden Ländern. Inzwischen emeritiert, ist sie Mitglied der Akademie der Wissenschaften.

Mit Leichtigkeit kommt sie von den Indianern auf die alten Griechen. Ob der eine Beruf den anderen beeinflußt hat? „Nein, gar nicht, oder doch: Meine wissenschaftliche Beschäftigung mit den Griechen, mit orientalischen Kulturen, hatte mich gelehrt, mich in die kulturelle, politische und soziale Geschichte eines fremden Volkes zu versetzen. Meine Studenten sind nie auf den Gedanken gekommen, daß Professor Welskopf und Liselotte Welskopf-Henrich identisch sein könnten. Ich glaube, ich habe keine Abenteuerbücher, geschrieben, sondern historische Romane. Was ist historisch? Mark Twain hat etwas Einleuchtendes gesagt: Historisch ist, wovon uns eine einschneidende Zäsur trennt. Für uns waren 1918 und 1945 solche Zäsuren. Und immer hat mich die Frage interessiert; Wie soll ein ganz und gar geschlagenes Volk weiterleben? Auch die Indianer sind ein geschlagenes Volk. Indianer und Abenteuer gleichzusetzen, den Indianer zum Garderobenständer für Abenteuergeschichten zu benutzen, das ist eine schmähliche Degradierung dieses Volks – und diese Meinung degradiert auch den Schriftsteller, der es überhaupt wagt, aus dem Leben der Indianer zu schreiben.“

1974 gab sie ein vierbändiges, internationales Sammelwerk über die „Hellenischen Poleis“ heraus. Es wurde auch „bei Ihnen“ veröffentlicht („bei Ihnen“ ist in der Sprache der DDR das Gegenstück zu unserem „drüben“). Die hellenischen Siedlungen im Mittelmeerraum seien allesamt in die Krise geraten, und das könne weder an dem „demokratischen. Mob“ gelegen haben noch an der Sklaverei, noch an der Aristokratie, wie verschiedene politisch ausgerichtete Theorien behaupten, denn es habe sie alle gleichermaßen ereilt, wie auch immer ihre Verfassung war. Nein, es müsse daran gelegen haben, daß die Heimatbasis, der Küsten- und Stadtstaat, zu klein war für die Beherrschung eines Reichs; die Römer hätten dann eine günstigere Ausgangsbasis gehabt. Im kommenden Herbst erscheint, von ihr herausgegeben, ein sechsbändiges internationales Sammelwerk über von Griechenlang ausgehende soziale Typenbegriffe.

Außer Indianerbüchern schrieb sie Gegenwartsromane: „Zwei Freunde“, noch während des Kriegs zum Schutz vor der Gestapo in Stenographie niedergeschrieben, und einen Tatsachenroman aus dem Widerstand, „Jan und Jutta“. Bei „Zwei Freunde“ gab es wieder Publikationsschwierigkeiten diesmal, weil viele Beamte und Offiziere, aber nur ein Arbeiter darin vorkamen, weil eine Hauptperson, die zum Nazi wurde, nicht schurkisch genug gezeichnet schien („aber gerade darauf kam es mir an, zu zeigen, wie auch Leute, die keine Schurken waren, durch ihre Erziehung zum Nazismus verführt wurden“). Im Neuen Deutschland wurde er verrissen; doch sie erreichte, daß sie auf den Verriß antworten konnte. („Das sollten Sie ruhig schreiben: Das ist nämlich typisch für meine Persönlichkeit!“)

Als sie die sechs „Harka“-Bände schrieb, kannte sie Indianer nur aus dem Quellenstudium. Jetzt wollte sie noch ein paar Bücher über Indianer heute schreiben. „Aber das ging, nicht aus der Ferne. Dazu sind die heutigen Probleme viel zu diffizil. Und ich bin Historikerin und glaube etwas erst, wenn ich es selber nachgeprüft habe.“ Fünfmal reist sie zwischen 1963 und 1974 nach Amerika, das erste Mal auf private Einladung und mit Hilfe des kanadischen Büros für indianische Angelegenheiten, die anderen Male zu historischen Gastvorlesungen an Universitäten der USA. Insgesamt hat sie dabei etwa zwei Jahre bei den Indianern zwischen Alaska und Arizona zugebracht, ein wißbegieriges und unerschrockenes „altes Weib“ aus der sozialistischen Fremde. Die vier Bände ihres Zyklus „Das Blut des Adlers über Indianer heute sind das Ergebnis, ihre „Erwachsenen-Indianerromane“.

Bei der ersten Amerikareise, 1963, stattete sie auch den Nachkömmlingen jener Bärenbande einen Besuch ab, über die sie ihren „Harka“-Zyklus geschrieben hatte, Sie leben noch immer, in der Nähe von Wood Mountain, als freie Viehzüchter in Ranchhäusern, etwa 150 Menschen-„Mir war verwirrt zumute, wie Sie sich denken können: solange über diese Menschen zu forschen, soviel über ihre Geschichte geschrieben zu haben, und ihnen dann leibhaftig gegenüberzutreten!“ Es muß wohl gutgegangen sein; „ihre“ Indianer gaben ihr den Stammesnamen Lakota-Tashina, das ist „Schutzschale der Dakota“. Am Custer-Tag in memoriam des letzten großen indianischen Sieges feierte sie drei Tage lang auf der Seite der Indianer mit.

Das muß man sich erst einmal klarmachen. 1963, als sie an der Stelle stand, wo „ihre“ Indianer den eisführenden Missouri überquert hatten, war sie 62 Jahre alt, lag der Roman seit zwölf Jahren vor, fertig war er viele Jahre länger. Und 45 Jahre vorher hatte sie ihn zu schreiben begonnen.

Heute ist sie die Indianerspezialistin der DDR, und von ihren jungen Lesern wird sie oft gefragt, welche indianischen Werte denn eigentlich zu bewahren seien. „Das ist natürlich sehr schwer, zu sagen, was davon in einer Industriegesellschaft übernommen werden kann und sollte. Ich glaube, es ist dreierlei: die Brüderlichkeit, mit der einer für den anderen einsteht; die Verbundenheit mit der Natur; und der prinzipielle Verzicht auf Hektik, der Beginn des Nachdenkens. Und in der Erziehung kommt es nicht darauf an, wie ich neulich bei Hartmut von Hentig las, daß Kinder völlig angstfrei aufwachsen, obwohl sie natürlich nicht verängstigt werden sollten. Sie müssen vielmehr lernen, mit ihrer Angst umzugehen. Das, scheint mir, ist die Grundlage der notwendigen Zivilcourage.“

Ich glaube, meine Tochter war betroffen von dem 67 Jahre alten Vorwurf, über „seine Indianer“ dürfe man nicht nur reden, man müsse auch etwas für sie tun; obwohl der Ratschlag, ihnen Malbücher und Strickmützen zu schicken, zunächst sicher nicht ihren eher heldischen Vorlieben entsprach. Sie war augenscheinlich auch berührt von der Ermahnung, Indianerbücher könne man nicht einfach schreiben, indem man sich irgendwelche bewegten Handlungen ausdenke, vielmehr müsse man schon genau wissen, wann und wo sie spielen, und dann dafür sorgen, daß die Tatsachen stimmen.

Jedenfalls war sie schweigsam, nachdem uns zum Abschied, durchs Gitter hindurch, einer der auf einigen Schildern glaubhaft als bissig ausgewiesenen Wolfshunde eifersüchtig angebellt hatte. „Also weißt du“, sagte sie, als wir die so festlich komplementär grünrote und verkehrsreiche Puschkinallee überquerten, „ich fand sie unheimlich süß.“ Im neuesten Schüler-Slang bedeutet „süß“ etwas anderes als früher. Es muß sich um ein umfassendes Kompliment handeln.