Das Geschäft mit den Nachrichtensatelliten blüht. Doch die rasche Zuwachsrate der Kommunikations-Kunstmonde wirft inzwischen Raumprobleme auf. Zwar wäre das All an sich groß genug. Zuverlässige Nachrichtenbrücken lassen sich jedoch nur über geostationäre Satelliten schlagen: Satelliten, die die Erde genau über dem Äquator in einer Höhe von etwa 36 000 Kilometern umkreisen – und deshalb, von der Erdoberfläche aus gesehen, scheinbar stillstehen. Auf der geostationären Bahn aber gibt es wiederum bevorzugte Standorte, zum Beispiel über dem Atlantik (als Brücke zwischen Alter und Neuer Welt) und über Nordbrasilien (zur Versorgung von Nord- und Südamerika). Hier tummeln sich mittlerweile elf Trabanten, die alle im selben Frequenzbereich arbeiten und so langsam beginnen, sich gegenseitig zu stören. Auf der Welt-Funkkonferenz im nächsten Jahr werden die politischen Probleme dieser Massenansammlung einen großen Teil der Gesprächsthemen bestimmen. Denn die Länder der Dritten Welt haben schon jetzt einen hohen Bedarf an Fernmeldesatelliten angemeldet und gefährden damit die zukünftigen Kommunikationspläne der USA. Zur technischen Lösung der Misere wäre ein Ausweichen auf andere, höhere Frequenzen zwar möglich. Dies würde aber auf der Empfängerseite größere Störungen durch Regen mit sich bringen. Die beste Lösung ist wahrscheinlich, die Satelliten mit scharf bündelnden Antennen auszurüsten, wie sie zur Zeit Intelsat 4 erprobt.

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Der Mond bot am 18. Juni 1178, wenige Tage nach Neumond, einen sehr eigenartigen Anblick, wie der zeitgenössische Chronist Gervase von Canterbury vermerkte. Die schmale Sichel wurde mehrmals nacheinander teilweise verdunkelt, so daß die Spitzen der Sichel voneinander getrennt schienen. Als Erklärung vermutete der Astronom J. B. Hartung vor zwei Jahren einen Meteoriteneinschlag auf der uns abgewandten Mondseite. Er bestimmte aus dem 800 Jahre alten Bericht den ungefähren Aufschlagsort und wurde fündig: Der Krater Giordano Bruno, mit 20 Kilometern Durchmesser einer der kleineren, liegt genau an dieser Stelle und ist zudem noch sehr jung, wie die aus Auswurfmasse bestehenden „Strahlen“ zeigen, die ungestört andere Krater überziehen und bis auf die sichtbare Mondseite herüberreichen. Inzwischen gibt es neue Argumente für diese Hypothese. Berechnungen der möglichen Flugbahn ergaben, daß ein derartiges Ereignis auf der Mondrückseite hier auf der Erde beobachtet werden konnte. Zudem konnten periodische Schwankungen in der Rotationsgeschwindigkeit des Mondes gemessen werden, die offenbar.durch einen Einschlag erzeugt wurden: Nach überschlägigen Berechnungen könnten sie durch die Entstehung des Kraters Giordano Bruno angeregt worden sein.

Giftpflanzen im Garten heißt eine Broschüre, mit der die bayerischen Apotheker Eltern, Erzieher und Gartenfreunde über die Gefährdung von Kindern durch bestimmte giftige Gewächse aufklären wollen. Der Autor und Apotheker Dr. Fritz Reuter beschreibt zwei Dutzend Pflanzen und informiert in einem allgemeinen Kapitel über das Erkennen von Vergiftungen, über erste Hilfsmaßnahmen sowie über Anschriften von wichtigen Informationszentren (Botanopharm Verlag W. Fuchs, Augsburg).