Unterdrückte Fernsehredakteure?

Verärgert hat der Intendant des Bayerischen Rundfunks, Reinhold Vöth, auf eine Untersuchung des Sozialpsychologen Horst-Eberhard Richter reagiert. Der Gießener Professor hatte, laut dpainformationen, aus den Fragebogen-Antworten von 101 Fernsehredakteuren des Bayerischen Rundfunks und des Norddeutschen Rundfunks abgelesen, daß sich die Journalisten immer mehr unter politischem Druck fühlten und zum Großteil Selbstzensur übten. Vöth kritisierte das Umfrageergebnis als „billige politische Propaganda“ und meinte: „Ich bin zu lange Demokrat, um Mitleid zu haben für die Wehleidigkeit von Leuten in diesem Haus, die ohne jedes Risiko arbeiten.“

Verkleidet entkommen

Verkleidet und mit Ernest-Hemingway-Bart geschmückt ist der Leiter, des „Christlichen Instituts“ von Kapstadt über Botswana nach Großbritannien entflohen. Der 58jährige Theo Kotze ist nach dem Journalisten Donald Woods der zweite prominente weiße Südafrikaner, der auf diesem Weg die Freiheit suchte. Beide Männer, waren in Südafrika „gebannt“, das heißt, beide durften zu keiner Zeit mit mehr als einer weiteren Person zusammenkommen, durften nicht zitiert oder schriftlich erwähnt werden, konnten ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen. Beide, Kotze und Woods, haben Südafrika heimlich verlassen, weil sie glauben, von außen mehr für ihr Land tun zu können. Kotze sagt heute bitter: „Die Regierung ist entschlossen, auf ihrem Kurs zu verharren. Die Fliege hat keine Möglichkeit, mit der Spinne zu verhandeln.“

Studenten in Not

Sechs Prozent der 16 000 Kieler Studenten sind selbstmordgefährdet, jeder fünfte Student blickt hoffnungslos in die Zukunft, jeder vierte hat religiöse und weltanschauliche Konflikte. Dies ergab eine repräsentative Befragung von über tausend Studenten. Nach den Ergebnissen der Fragebogenaktion ist ein Viertel der Studenten psychisch so gefährdet, daß eine Behandlung notwendig ist.