Zweimal im Jahr gibt eine Strukturanalyse der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg Aufschluß über das, was sich hinter den allmonatlich veröffentlichten Daten über die Arbeitslosigkeit verbirgt. Fazit der jüngsten Untersuchung: Die Problemgruppen machen immer mehr Sorgen. So war mehr als die Hälfte der Arbeitslosen (55,5 Prozent) ohne Berufsausbildung (Mai 1977: 54,3 Prozent). Auch die Zahl der Beschäftigungslosen, die ein Jahr oder länger ohne Job waren, ist deutlich gestiegen, nämlich um 18,4 Prozent auf 202 900. Das entspricht 22,2 Prozent der Arbeitslosen vom Mai dieses Jahres. Erneut verschlechtert hat sich die Situaion der gesundheitlich Beeinträchtigten. Ihr Anteil an der Gesamtzahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent und liegt jetzt bei 28,8 Prozent. Kräftig zugenommen hat auch der Anteil der Arbeitslosen, die älter als 55 Jahre sind, von 11,7 (Mai 1977) auf 13 Prozent.