Sechzig Tage als Schüler beim Bhagwan,

dem "Erleuchteten"

Von Heiner Boberg

Poonal Indien

Dies ist mein letztes Leben. Ich kehre nichtwieder. Wer mich hören will, muß jetzt kommen", sagt er. Schon 30 000 Deutsche haben diese Warnung ernst genommen. Sie sind nach Indien gereist. In ihrer Spur schließlich auch Eva Renzi. Durch sie wurde der "Guru der Schickeria" plötzlich zum öffentlichen Ereignis: Bhagwan Shree Rajneesh mit seinem "Liebeskloster".

Die von der Schauspielerin nach ihrem Kurzbesuch gezündete Sommerrakete entwickelte sich schnell zum journalistischen Selbstgänger: neu, sexy, exotisch geheimnisvoll. Und ausgestattet mit dem Vorzug, für Leser so gut wie unüberprüfbar zu sein. Dabei ist Phantasie am Schreibtisch hier so überflüssig wie selten. Die Tatsachen sind phantastisch und shocking genug.

"Bhagwan sieht in dich hinein. Er guckt dich an und fühlt deine Energien", sagt lächelnd eine Antiquitätenhändlerin aus Hamburg, die ihr Geschäft aufgegeben hat und seit zwei Jahren bei Bhagwan lebt. "Er weiß, welche Gruppen für dich richtig sind."