Der Forschungsminister kündigte eine technologie-politische Aktion an, deren Aufgabe sein wird, die Wechselwirkungen zwischen moderner Technologie, Mensch und Arbeitsplatz zu erörtern. Der Kreis der beteiligten Gruppen – Politiker, Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Wissenschaftler – soll möglichst klein sein, was nur nützlich sein kann.

Manch einer wird sagen: noch eine Aktion. Das wäre die falsche Reaktion. Jede Technologie, ganz besonders die der Mikroelektronik, enthält Risiken und Chancen, die man früh genug bewußt machen sollte.

Zu bedauern ist aber, daß sich der Forschungsminister vorerst selbst die Hände gebunden hat. Ehe die Konflikte der Konzertierten Aktion beim Wirtschaftsminister nicht ausgeräumt sind, will er mit seiner Aktion nicht beginnen. Das zeigt einmal mehr, wie sehr die Mitbestimmungsklage der Arbeitgeber und die Reaktion der Gewerkschaften darauf – Ursache für den Stillstand der Konzertierten Aktion – den Handlungsspielraum der Gruppen einengt. Dabei ist Eile geboten. Denn eine Verfestigung technologiefeindlicher Tendenzen kann sich die Bundesrepublik nicht leisten. hff