Versilberte Speere, die bis zu vier Meter lang sein können, lassen sich die auf Malaysia lebenden Inder von ihren Priestern durch die Wangen bohren, um beim "Thaipusam", dem Fest des Leidens, ihrem Gott Lord Subramaniam Buße zu beweisen. Andere Formen des Gottesdienstes, der Tausende von Touristen anzieht, sind Silberspieße, die durch die Zungen der Gläubigen gestochen werden, oder Pfauenfedern, deren Kiele den Bußfertigen unter die Haut getrieben werden. Speer und Pfau sind die Symbole des Gottes, zu dessen Fest im vergangenen Jahr rund 400 000 Hindi an den Batu-Höhlen bei Kuala-Lumpur zusammenkamen. Viele der Versammelten tragen bis zu 70 Kilo schwere Altäre die 272 Stufen des Berges hinauf zur Gottesstaue. Bei den für europäische Augen grausamen Ritualen fließt aber kein Blut. Die Büßer, so wird versichert spüren keinen Schmerz, weil sie zuvor durch rhythmische Gesänge und Trommelklänge in France versetzt worden seien. Zu dem großen Fest hat die Gesellschaft für Kultur-, Kongreß- und Studienreisen (GKS in der Kaiserstr. 23 in Frankfurt/Man, Tel. (06 11) 25 20 51. eine Offerte vom 2. bis 12. Februar ausgearbeitet. Die Reise per Linienflug kostet einschließlich Übernachtung und Frühstück 2841 Mark für Einzelreisende.