Die Innenarchitekturstudenten der Fachhochschule Rosenheim haben einen neuartigen Zeltplatz entworfen, den sie – als ihre Examensarbeit – für ein paar Tage am Erlensee unweit ihrer Hochschulstadt aufbauten. Die ständige Suche nach weiteren Erholungsgebieten hat die Schönheit der Landschaft durch Hotelkomplexe, Feriensiedlungen und Dauercampingplätze gestört, befanden die Prüfungskandidaten und ihre Professoren Peter Buddeberg und Klaus Schmidhuber. Als Alternative entwickelten sie neue, kreative Formen einer "temporären Architektur für den Tourismus", kurzum: Zelte, die nicht wie eine Fortsetzung eintöniger Reihenhausarchitektur in der Ferienlandschaft aussehen, die als zeitweiliges "Wohndorf" mehr Komfort und ästhetischen Reiz fürs Auge bieten und nach ihrem Abbau die Natur unbeschadet lassen. Neun solcher Modellhäuser bauten die Studenten unter Beratung und materieller Hilfe einschlägig tätiger Firmen. Diese seien, so heißt es, teilweise begeistert gewesen vom Enthusiasmus der Raumgestaltungseleven, die "einmal etwas ganz anderes machen" wollten. Ob die Zeltplatzidee, "Campinsky" genannt, Nachahmer findet, steht dahin.