In Hamburg hat eine Volksbank beschlossen, von montags bis donnerstags ihre Kassenstunden um zwei Stunden auf 18 Uhr zu verlängern. Sie entspricht damit einem Wunsch ihrer Kundschaft. Damit durch den "Spätschalter" die 40-Stunden-Woche der Mitarbeiter nicht beeinträchtigt wird, wurde zusätzliches Personal eingestellt.

Mit dieser kundenfreundlichen Service-Leistung hat sich der Vorstand nicht nur den Zorn der Gewerkschaften zugezogen, sondern auch das Mißfallen der großen Konkurrenten.

Es ist heute eben nicht ohne weiteres gestattet, kundenfreundlich sein zu dürfen. Auch Banken nehmen Kunden allenfalls als Gebührenbringer in Kauf; wichtig ist nur, daß sie den innerbetrieblichen Ablauf nicht stören. So werden wir uns wohl weiter daran gewöhnen müssen, Bargeld außerhalb der knapp bemessenen Kassenstunden an den Bahnhöfen und Flugplätzen zu tanken.

K.W.