Saba-Videoplay, das am weitesten entwickelte Tele-Spiel, bietet eine Programm-Bibliothek von 15 Kassetten. Die meisten von ihnen haben entweder mehrere verschiedene Spiele oder zergliedern durch eine Reihe von Varianten dasselbe Grundthema. Natürlich nutzen sich manche Themen bald ab. Was bisher die Aufmerksamkeit am längsten gebunden hat, ist die Kassette Nummer das Labyrinthspiel,

Auf dem Fernsehschirm baut sich auf Knopfdruck ein Labyrinth auf. Auf der einen Seite stehen zwei "Mäuse". Das sind die beiden Lichtpunkte, rot und blau, die von den beiden Spielern gelenkt und gesteuert werden können. Auf der anderen Seite des Bildschirms lauert die Katze. Sobald das Spiel gestartet ist, flitzt die Katze los. Sie geht systematisch vor. Kämmt Gang für Gang ab. Wenn sie aufläuft, weil der Weg zu Ende ist, so dreht sie um und klappert die nächste Möglichkeit ab.

Währenddessen versuchen die beiden Spieler, ihre Mäuse durch das Labyrinth zu dirigieren. Wenn die Katze gerade in eine Gasse geschlüpft ist, kann man an ihr vorbeihuschen. Wer als erster auf der anderen Seite herauskommt, gewinnt. Wenn die Katze aber schneller ist und auf den Punkt kommt, auf dem gerade ein Mäuschen hockt, so hat der Automat einen der Spieler besiegt und macht sich daran, den zweiten zu haschen.

Das Labyrinth wird durch einen Zufallsgenerator immer wieder neu entworfen. Das Programm ist so angelegt, daß es immer einen Weg gibt, der ins Freie führt.

Man kann auch ohne die Katze allein oder zu zweit um die Wette versuchen, sich ariadnisch zu bewähren. Kleine Gemeinheit: Durch eine Drehung des Steuerknüppels wird der Weg hinter einem Spieler mit Farbe aufgefüllt. Die Labyrinthwände und der zugeschmierte Weg bilden eine flächige Einheit. Der andere Spieler kann sich den Weg wieder freischaufeln die breiige Hinterlassenschaft des Konkurrenten weicht der vordringenden Spielfigur. Stößt ein Lichtpunkt im Labyrinth an eine Begrenzungsmauer, so ertönt ein Quäkgeräusch.

Andere Variante: Die Spieler tapsen durch den Nebel. Der Bildschirm ist grau in grau, und nur die beiden Mäuse sind als roter und blauer Punkt zu erkennen. Das Labyrinth ist da, aber nur hör-, nicht sichtbar.

Jede Variante gibt es wiederum mit automatischer Katze; jede kann allein oder zu zweit gespielt werden, und die Laufgeschwindigkeit läßt sich auch beeinflussen.