Der muntere Vogelfänger aus der Berliner Inszenierung der "Zauberflöte" (1816, mit dem berühmten Bühnenbildern des klassizistischen Malers und Bildhauers Karl Friedrich Schinkel) machte Epoche: ohne Federkleid, Vogelkäfig und Panflöte kommt seitdem kaum ein Vogelfänger mehr daher. Zu sehen sind Papageno & Co. jetzt in einer umfangreichen, schönen Ausstellung von Dokumenten, Partituren, Portraits, Bühnenbildern und Figurinen (das meiste davon in hervorragenden Faksimiles) und Instrumenten, die die Vereins- und Westbank in Hamburg aus Anlaß des 27. Deutschen Mozartfestes der Deutschen Mozart-Gesellschaft (vom 9. bis 17. September) in ihren Räumen am Alten Wall zeigt (die Ausstellung ist bis 6. Oktober zu sehen). Der dazu erschienene Bildband bietet die derzeit wohl beste, preiswerteste Gelegenheit, Mozart (vor allem den Opernkomponisten und seine Wirkungsgeschichte, die zum Beispiel im Fall "Zauberflöte" bis hin zu Hockneys wunderbaren Bühnenbildern für Glyndebourne 1978 komplett ist) kennenzulernen. (156 S. mit 230 Farbabb., 35,– DM). Über die musikalischen Veranstaltungen des Mozartfestes, das vor allem im Zeichen der Kirchenmusik steht, berichten wir nächste Woche. Im Musikwissenschaftlichen Institut der Universität findet gleichzeitig eine Vortragsreihe statt. P. K.