Obwohl sich die Kreuzfahrt-Reedereien mit luxuriösem Service und lukullischen Spezialitäten überbieten, hapert es auf vielen Schiffen mit der Hygiene. Das jedenfalls hat der US Public Health Service, die oberste amerikanische Gesundheitsbehörde, schon 1975 festgestellt. Bei der damals ersten Großuntersuchung von Musikdampfern in amerikanischen Häfen wiesen mehr als drei Viertel der etwa 600 Schiffe aus allen Ländern Hygienemängel auf. Doch selbst dieses Jahr war das Ergebnis kaum besser: 40 von 74 in New York kontrollierten schwimmenden Grandhotels fielen durch. Wichtigste Mängel waren nicht funktionierende Toiletten, Schmutzige und mit Ungeziefer verseuchte Kuchen und unhygienische Lebensmittel-Lagerung.

Besuch bei Robinsons

Was für die Reiseveranstalter zu Lande schon ein Problem ist, wird für die Kreuzfahrer fast unmöglich: Die Suche nach neuen, noch kaum bekannten Destinationen. So läuft die Royal Viking Line auf einer Pazifikfahrt das Atoll Niuafo’ou im Norden der Tonga-Inseln an, die Navis-Schiffahrtsgesellschaft unternimmt Frachterreisen nach St. Helena, und die britische Cunard-Line macht Station im nordchinesischen Hafen Dairen und auf Tristan da Cunha, der einsamsten Insel der Welt. Für verwöhnte Passagiere sind das freilich uninteressante Gebiete, denn weder Restaurants noch Hotels und Bars locken zum Landgang.

Mit dem Auto nach Tunis

Tunesien-Urlauber, die nicht auf den eigenen Wagen verzichten wollen, können jetzt in 22 Stunden von Marseille oder Genua nach Afrika übersetzen. Die "Habib", im Juni in Rendsburg fertiggestellt, ist damit die schnellste Fähre nach Tunis und transportiert 1150 Passagiere und 350 Autos. Die Passage in der Kabinenklasse kostet für Hin- und Rückfahrt 469 Mark pro Erwachsenen, 267 Mark für jedes Kind. Für den Wagen werden je nach Lange pro Strecke zwischen 172 und über 200 Mark berechnet. Buchung über Karl Geuther & Co., Liebfrauenberg 26, 6000 Frankfurt, Tel. (06 11) 28 25 18.