Neuer Immobilienfonds

Voraussichtlich Anfang Oktober wird die Bayerische Vereinsbank in München einen neuen (geschlossenen) Immobilienfonds zum Verkauf stellen. Der Roland-Ernst-Fonds 11 KG beteiligt sich an zwei Zentral-Auslieferungs-Zentralen in Hannover und, Nürnberg, Objekte, die langfristig an Unilever und die Rhenus WTAG, ein Unternehmen der Veba-Gruppe, vermietet sind. Bei der Barausschüttung von ca. 6,25 Prozent jährlich und einer Gesamtverlustzuweisung von ca. 45 Prozent wird die steuerfreie Barrendite – bei 50 Prozent Steuerbelastung – voraussichtlich 6.1 Prozent betragen. Die Einkünfte aus diesem Fonds gelten steuertechnisch als Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.

Auslandsanleihen – eine Alternative?

Die Deutsch-Südamerikanische Bank, Hamburg, hat eine Broschüre herausgegeben, in der die auf Mark lautenden Auslandsanleihen lateinamerikanischer Emittenten unter dem Gesichtswinkel der Anlagewürdigkeit für deutsche Käufer untersucht wurden. Besondere Vorteile ergeben sich für den deutschen Besitzer solcher Papiere aus den Doppelbesteuerungsabkommen. Als Teil der deutschen Entwicklungshilfe ist in diesen Abkommen vorgesehen, daß der deutsche Fiskus auch dann eine Steuervergünstigung in Form der Anrechnung ausländischer Steuern zubilligt, wenn der ausländische Staat eine Quellensteuer nicht erhebt. Diese Regelung gilt für argentinische und brasilianische Anleihen und besagt, daß sich der Zinsnutzen aus diesen Emissionen praktisch um 20 Prozent des Nominalzinssatzes erhöht. Auf diese Weise kommen "nach Steuern" Renditen zustande, wie sie mit inländischen Papieren nicht erzielbar sind.