Bei BMW und Daimler ist der Boom noch ungebrochen.

Noch niemals in der Firmengeschichte hatte BMW einen so hohen Auftragsbestand wie gegenwärtig. Mitte September lag er um ein Drittel – höher als zur gleichen Zeit des Vorjahres, obwohl die Tagesproduktion seit Jahresanfang von 1300 auf 1400 Stück gesteigert worden ist. Vorstandsvorsitzender von Kuenheim gab den Umsatz der AG in der Zeit von Januar bis Mitte September dieses Jahres mit knapp vier Milliarden Mark an. Das bedeutet eine Steigerung um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die BMW-Bänder sind bis weit in das nächste Jahr ausgelastet.

Um die anhaltend hohe Nachfrage nach Pkw wenigstens einigermaßen zu befriedigen, wird die Daimler-Benz AG in diesem Jahr 16 Sonderschichten einlegen. Vorstandsmitglied Heinz Schmidt gab bekannt, daß Daimler-Benz im 1. Halbjahr 1978 bei Nutzfahrzeugen in der Bundesrepublik eine Steigerung bei den Neuzulassungen von 23,9 Prozent erreichte. Damit habe sich der Marktanteil wesentlich verbessert.

Für das Geschäftsjahr 1977/78 erhalten die Aktionäre von Kabelmetal keine Dividende.

Für 1976/77 (30. 6.) waren noch 4,50 Mark gezahlt worden. Als Gründe für den Dividendenausfall, den ersten, in der Geschichte der Gesellschaft, nannte Vorstandsvorsitzender Siegfried Schiffbauer: starker Preisverfall, erhebliche Investitionsaufwendungen und hohe Anlaufsverluste der in einem Umstrukturierungsprozeß befindlichen Produktion sowie Abschreibungen auf die Kupfervorräte. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein erneuter Dividendenausfall nicht ausgeschlossen. – An den Kabel- und Metallwerke Gutehoffnungshütte AG, Hannover, ist die GHH selbst mit 84 Prozent beteiligt. Schiffbauer glaubt nicht, daß sich der Dividendenausfall auf die GHH-Dividende auswirken wird. Das Kabelmetal-Aktienkapital beträgt 130 Millionen Mark.

Bei ihrer neuen Kapitalerhöhung hat die Bayerische Vereinsbank in München scharf kalkuliert.