Zwei Rahmen-Vereinbarungen sind im Weißen Haus vom ägyptischen Präsidenten Sadat und dem israelischen Regierungschef Begin unterzeichnet worden. Das eine Abkommen enthält die Bedingungen für eine Friedensregelung in Westjordanien und im Gaza-Streifen, das andere die Präliminarien für einen Separatfrieden zwischen Ägypten und Israel, der binnen drei Monaten abgeschlossen werden soll.

Zur Friedensregelung für Westjordanien und Gaza sind außer Ägypten und Israel das Königreich Jordanien und Vertreter des palästinensischen Volkes eingeladen. Den Delegationen aus Ägypten und Jordanien dürfen auch Palästinenser-Flüchtlinge angehören. In einer Übergangszeit von höchstens fünf Jahren wird die israelische Militärregierung durch eine freigewählte Selbstverwaltung der ansässigen Palästinenser abgelöst. Sobald sich diese etabliert hat, ziehen sich die israelischen Besatzungstruppen auf ein paar Garnisonen zurück. Eine starke einheimische Polizeitruppe wird aufgestellt, der sich auch jordanische Bürger anschließen dürfen. Spätestens nach drei Jahren beginnen Verhandlungen über den endgültigen Status der Gebiete und über einen Frieden zwischen Israel und Jordanien.

Israel räumt die Sinai-Halbinsel mitsamt allen Flugplätzen, die nur noch friedlichen Zwecken dienen dürfen. Militärisch verdünnte Zonen und Frühwarnstationen garantieren die Sicherheit. Wieder wie 1957 werden UN-Friedenstruppen die Grenze überwachen und in Scharm-el-Scheich den freien Zugang durch die Straße von Uran gewährleisten. Sie sind abrufbar nur noch auf einhelligen Beschluß des Weltsicherheitsrates.