Wichtig für Städte-Touristen: Nach Hamburg, München, Frankfurt und Berlin gibt jetzt auch Stuttgart stark verbilligte "Tageskarten" für alle städtischen Verkehrsmittel aus.

Mit Plakaten, Handzetteln und Fernsehspots kündigt die baden-württembergische Landeshauptstadt den neuen Service an: Vom 1. Oktober 1978 an werden unter anderem Oktober Straßenbahn, Omnibuslinien und Zahnradbahn in einem Verkehrs- und Tarifverbund (WS) zusammengeschlossen. Dann kann der Stuttgart-Besucher mit einer "24-Stunden-Karte" für fünf Mark im gesamten Stadtgebiet beliebig umherfahren.

Beim Hamburger Verkehrsverbund (HVV) ist die preiswerte Fahrkarte seit langem ein Begriff. Sie schließt Schiffstouren mit den Liniendampfern auf Elbe und Alster ein. Die Tageskarte gilt von 9 Uhr morgens bis 4.30 Uhr nachts und kostet vier Mark. Familienfreundlich sind die Hanseaten auch: Kinder bis 12 Jahre fahren umsonst.

In Frankfurt und München kostet das "24-Stunden-Ticket" fünf Mark. Wer an den Starnberger See möchte, muß etwas tiefer in die Tasche greifen – für die Randgebiete der bayerischen Hauptstadt kostet die Fahrkarte neun Mark.

Umstände macht der Tageskartenkauf nur in Berlin. Wer dort am Schalter ein ermäßigtes Billett kauft, muß den Persoermäßigtes vorlegen. Die Karte ist nicht übertragbar. Als Entschädigung für diesen Anflug von Bürokratismus kann man dann aber auch zwei Tage für 9,50 Mark oder vier Tage für 17 Mark per U-Bahn und Bus Berlin entdecken. Und die Badehose sollte man auch einpacken: Der Wannsee liegt im Tarifgebiet.

Brigitte Wolter